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Fazit | Beitrag vom 19.11.2019

Buchstabenmuseum eröffnet neuLetternliebe in Berlin

Barbara Dechant und Till Kaposty-Bliss im Gespräch mit Vladimir Balzer

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Auf einer Leuchtstoffröhre steht in gelber Farbe "Zierfische". (picture alliance / dpa / Rainer Jensen)
Die Leuchtreklame "Zierfische" ist eins der schönsten Ausstellungsstücke des Buchstabenmuseums in Berlin, das im November 2019 ein neues Domizil am S-Bahnhof Bellevue gefunden hat. (picture alliance / dpa / Rainer Jensen)

Das Buchstabenmuseum – eine Sammlung von Leuchtreklamen, Lettern und Schriftzügen – hatte schon diverse Standorte in Berlin. Nun bezieht es Räume am S-Bahnhof Bellevue. Zur Neueröffnung zeigt es "Die Schriften des Hansaviertels".

Nach fünf zwischengenutzten Standorten, zuletzt am Alexanderplatz und an der Jannowitzbrücke in Berlin-Mitte, konnte das Buchstabenmuseum einen langfristigen Mietvertrag mit der Deutschen Bahn abschließen und mit dem umfangreichen Fundus die S-Bahn-Bögen unter dem Bahnhof Bellevue im Hansaviertel beziehen − dem legendären Viertel der Nachkriegsmoderne.

"Wir hoffen, dass es diesmal der endgültige Standort ist", sagt Barbara Dechant, die ehrenamtliche Leiterin des Buchstabenmuseums, "weil wir nicht noch mal mit den ganzen Buchstaben umziehen wollen. Mittlerweile ist unsere Sammlung auf bis zu 2200 Exponate angewachsen, und ein erneuter Umzug würde wahrscheinlich gar nicht mehr klappen. Wir sind auch ganz froh, da angekommen sein. Es ist ein toller Ort, es sind große Räume, es ist im Herzen Berlins und wir fühlen uns da wirklich wohl."

Der Grafiker und Verleger Till Kaposty-Bliss, ebenfalls Vorstandsvorsitzender des Buchstabenmuseums, sagt: "Ins Hansaviertel passen wir insofern ganz gut hin, als wir die Erfahrung gemacht haben, dass viele, die zu uns ins Museum kommen, auch Architekten oder architekturbegeistert sind. Und jetzt haben wir beides zusammen, die Buchstaben und die Architektur außen rum − ein seltener Glücksfall."

Wunderschöne Formen

Was fasziniert so sehr an Buchstaben? Barbara Dechant sagt: "Ich war noch Kind, ich konnte noch gar nicht lesen und fand diese Formen so toll! Mir geht es auch noch heute so, wenn ich in ein Land fahre, wo ich zum Beispiel die Schriftzeichen nicht kenne, China oder Thailand − das sind einfach wunderschöne Shapes, Formen, Objekte, die, wenn man sie einfach anguckt, wirklich begeistern können, ohne dass man aber den Inhalt kennt."

(cre)

"Die Schriften des Hansaviertels" im Berliner Buchstabenmuseum
22.11.2019 bis 19.4.2020
Eröffnung: Donnerstag 21.11.2019, 18 bis 21 Uhr

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