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Buchempfehlungen / Archiv | Beitrag vom 01.10.2013

Buchempfehlungen Oktober 2013

Lesetipps aus der Literaturredaktion

Der Sommer ist vorbei, die Lesezeit noch lange nicht.  (dapd / Sebastian Willnow)
Der Sommer ist vorbei, die Lesezeit noch lange nicht. (dapd / Sebastian Willnow)

Jeden Monat veröffentlicht Deutschlandradio Kultur eine Liste mit fünf Buchempfehlungen. Die Liste der lesenswerten Neuerscheinungen wird von der Literaturredaktion des nationalen Kulturradios zusammengestellt als redaktionelle Bestenauswahl. Vorgestellt werden die Buchempfehlungen im Radiofeuilleton in der "Kritik". Die Listen sind jeweils als Leporello monatlich im Buchhandel erhältlich und beziehen sich auf die Bereiche Belletristik und Sachbuch.

Bernie Krause: "Das große Orchester der Tiere"
Übersetzt von Gabriele Gockel und Sonja Schumacher
Kunstmann/München 2013, 272 Seiten
Dieses Buch verändert den Blick, besser gesagt das Gehör. Es zeigt, dass Naturklänge nicht nur als Mittel der Orientierung, Verständigung und Gefahrenabwehr dienen. Nein, das Orchester der Tiere ist mehr: Es ist ein strukturiertes, organisiertes, womöglich "komponiertes" Klangereignis!

Terézia Mora: "Das Ungeheuer"
Luchterhand/München 2013, 688 Seiten
Ein Mann reist durch den Balkan. Im Gepäck die Asche seiner Frau, die sich umgebracht hat. Ihre Tagebuchaufzeichnungen zeigen, wie wenig er diese Frau kannte. Zweierlei Wahrheiten, zweierlei Erinnerungen einer Ehe. Nicht weniger als die Bodenlosigkeit des heutigen Lebens wird hier meisterhaft ausgelotet.

Yuval Noah Harari: "Eine kurze Geschichte der Menschheit"
Übersetzt von Jürgen Neubauer
Deutsche Verlags-Anstalt/München 2013, 528 Seiten
Das Grundgesetz, die Vereinigten Staaten von Amerika oder die eigene Ehe – all das existiert nicht wirklich. Es wurde mithilfe einer träumenden Sprache als Mythos in die Welt gesetzt. So die These dieses spritzigen Buches, das neben der farbigen Sprache vor allem durch seinen außergewöhnlichen Blickwinkel überzeugt.

Lew Tolstoi: "Anna Karenina"
Der Audio Verlag/Berlin 2013, 30 CDs
Nach "Krieg und Frieden" jetzt das nächste Mammutprojekt. Ulrich Noethen liest Tolstois Roman in voller Länge und ganz ohne Mätzchen. 37 Stunden Beziehungskrise, Sinnzweifel und Sehnsucht nach Selbstverwirklichung: Das Hörbuch holt den Klassiker des 19. Jahrhunderts zurück in die Gegenwart.

Christopher Clark: "Die Schlafwandler. Wie Europa in den Ersten Weltkrieg zog"
Übersetzt von Norbert Juraschitz
Deutsche Verlags-Anstalt/München, 896 Seiten
Zufälle, plötzliche Veränderungen der politischen Lage, eigenartige Phantasien und Visionen der Akteure: All das spielt beim Ausbruch des Ersten Weltkrieges eine große Rolle. Ein fundamental neuer Blick auf die Vorgeschichte der Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts.

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Vorgestellt werden die Buchempfehlungen im Radiofeuilleton in der "Kritik". Die Listen sind jeweils als Leporello monatlich im Buchhandel erhältlich und beziehen sich auf die Bereiche Belletristik und Sachbuch. Mehr

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Eine Lesebrille liegt auf einem Bücherstapel. (picture alliance / dpa / Ismo Pekkarinen)

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