Buchempfehlungen im September

    Aufgeschlagenes Buch © Deutschlandradio / Bettina Straub
    01.09.2010
    Jeden Monat veröffentlicht Deutschlandradio Kultur eine Liste mit fünf Buchempfehlungen. Die Liste der lesenswerten Neuerscheinungen wird von der Literaturredaktion des nationalen Kulturradios zusammengestellt als redaktionelle Bestenauswahl. Vorgestellt werden die Buchempfehlungen im Radiofeuilleton in der "Kritik". Die Listen sind jeweils als Leporello monatlich im Buchhandel erhältlich und beziehen sich auf die Bereiche Belletristik und Sachbuch.
    Richard Powers: "Das Buch ich # 9 - Eine Reportage"
    S. Fischer Verlag, Frankfurt 2010, 79 Seiten
    Vollkommene Sicherheit war gestern. Seitdem der Autor als weltweit neunter Mensch (# 9) seinen genetischen Bauplan kennt, ist nichts mehr, wie es war. Selten gibt es so persönliche Einblicke in die Genforschung und ihre Folgen wie hier.

    Ferdinand von Schirach: "Schuld - Stories"
    Piper Verlag, München 2010, 208 Seiten
    Überall können aus Menschen Monster werden: in der Doppelhaushälfte, im Internet, auf dem Dorffest. Wozu der Mensch in der Lage ist, beschreibt dieses Buch. Warum der Mensch jedoch tut, was er tut, bleibt ein schauriges Rätsel.

    Durs Grünbein: "Aroma - Ein römisches Zeichenbuch"
    Suhrkamp Verlag, Berlin 2010, 183 Seiten
    Rom schmeckt, riecht und klingt einzigartig. Dieses Buch ist ein Gastmahl für die Sinne. Plätze, Straßen, Monumente betören. Der Blick wird geschärft. Kein Baedecker wird zur Orientierung benötigt. Selten war diese Stadt so zauberhaft.

    Christian Meier: "Das Gebot zu vergessen und die Unabweisbarkeit des Erinnerns - Vom öffentlichen Umgang mit schlimmer Vergangenheit"
    Siedler Verlag, München 2010, 160 Seiten
    Im Umgang mit verbrecherischer Geschichte ist Erinnern gefährlich, bewusstes Vergessen hingegen eine Frieden stiftende Kulturleistung.

    Richard Price: "Cash"
    S. Fischer Verlag, Frankfurt 2010, 528 Seiten
    New York, Lower East Side: Das sozial schwache Viertel wird erst von Kreativen bevölkert, dann vom finanzkräftigen Bürgertum erobert. Am Ende gibt es eine Leiche und die vielleicht faszinierendste Ermittlungsgeschichte der jüngeren modernen US-Literatur.

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