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Breitband | Beitrag vom 24.06.2017

Breitband²Six Bits Under: Leben und Tod im Netz

Was bleibt von uns und wie gehen wir damit um?

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Ende Mai war ein Urteil zum digitalen Nachlass in allen Nachrichten: In zweiter Instanz hatte das Berliner Kammergericht entschieden, dass Facebook den Eltern einer verstorbenen Nutzerin keinen Zugang zu ihrem Konto ermöglichen muss.

Die Begründung: Gegen den Zugriff der Eltern stehen die Rechte der Kommunikationspartner ihrer Tochter. Insbesondere das Fernmeldegeheimnis verhindere den Zugriff. Doch viele Fragen blieben offen, zum Beispiel, ob ein Facebook-Konto vererblich ist.

Spuren hinterlassen

Menschen schreiben ins Netz, twittern, posten, laden Fotos und Videos hoch. Sie kommunizieren und dokumentieren ihr Leben online. Zusätzlich zu Social Media-Konten gibt es immer mehr virtuelles Erbe. Doch was passiert damit nach dem Tod? Die Daten bleiben erhalten. Wollen wir es nicht auch teilweise? Spuren hinterlassen - auch im Netz? Und somit das endliche Leben digital verlängern?

In einer Stunde Breitband-Talk sprechen wir über Leben und Sterben im Netz. Was bleibt dort von uns? Wie gehen Unternehmen, Versicherungen und Justiz derzeit mit virtuellem Nachlass um? Inwiefern unterscheidet sich digitales Erbe vom analogen? Kann das Internet die menschliche Endlichkeit überwinden?

Im Gespräch mit Philip Banse:

Stephan Porombka ist Professor für Texttheorie und Textgestaltung an der Universität der Künste Berlin. Als Autor befasst er sich auch auf Facebook, Twitter, Instagram und Snapchat mit dem Leben im Digitalen.

Die Juristin Ramak Molavi beschäftigt sich mit rechtlichen Fragestellungen um unter anderem IT, Big Data, Legal Tech, Robotics, Internet der Dinge sowie Mobile Apps.

Der Medienpsychologe Tobias Dienlin hat zur Privatsphäre im Netz promoviert und forscht über den Strukturwandel des Privaten und Sozialisation im Social Web.

Redaktion: Miriam Sandabad und Jana Wuttke
Webredaktion: Nora Gohlke

Bild: Holy Cross Cemetary von Adam McIntosh auf Flickr, CC BY

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