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Breitband | Beitrag vom 03.04.2021

Breitband SendungsüberblickUnregulierte Podcasts und geadelte Digitalkunst

Moderation: Vera Linß und Marcus Richter

Ein Smartphone, aus dem ein Podcastmikrofon emporsteigt (imago images / Alexander Limbach)
Podcast sind längst kein Nischenmedium mehr, aber werden in Sachen Regulierung immer noch oft übersehen (imago images / Alexander Limbach)

Podcasts sind längst kein Nischenphänomen mehr – auch weil jeder einfach einen machen kann. Doch diese Stärke ist auch eine Schwäche: Die Branche ist fast unreguliert und wird kaum überwacht. Außerdem: Eine Computerkunst wird zum immateriellen Kulturerbe.

Der Podcastmarkt boomt und ist unüberschaubar geworden. Im Verzeichnis von Apple – dem wichtigsten der Branche – sind aktuell circa 40.000 deutschsprachige Podcasts gelistet. Eine Studie des Instituts "Goldmedia" in Kooperation mit der Podcast-Hostingplattform "Podigee" ergab, dass hierzulande 10 Millionen Menschen regelmäßig und 1,7 Millionen Deutsche sogar täglich einschalten.

Die Zahlen sind also beachtlich. Mit für den Erfolg verantwortlich dürften auch die niedrigen Zugangshürden sein – einen eigenen Podcast zu veröffentlichen ist nicht schwer. Doch die große Stärke des Mediums wird aktuell zu einem Problem: Rechtsextreme Inhalte, Falschmeldungen und Desinformation verbreiten sich rasant.

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Damit stehen Podcasts natürlich nicht allein da, doch im Gegensatz zu Social Media und Blogs gibt es einen großen Unterschied: Audio lässt sich – anders als Text – schwer automatisiert überwachen und filtern. Der Markt ist also größtenteils unreguliert, obwohl Firmen wie Apple, Spotify und Google die Macht haben, das zu ändern.

Mit der Psychologin Christiane Attig, der Journalistin und Faktencheckerin Karolin Schwarz und dem Medienwissenschaftler Stephan Dreyer sprechen wir darüber, ob und wie Podcasts stärker reguliert werden sollten.

Die Demoszene als immaterielles Kulturerbe

Sie sehen aus wie animierte Musikvideos, sind aber eigentlich viel mehr. Demos sind Computerprogramme, die in Echtzeit Musik und Videos erzeugen – mit der Idee, neben einer kreativen Vision auch seine Programmierfähigkeiten zur Schau zu stellen. Diese Kunstform wurde jetzt von der UNESCO zum immateriellen Kulturerbe erklärt. Sie gehört unauslöschbar zur Digitalkultur der 80er und 90er des letzten Jahrhunderts – aber die Szene ist immer noch lebendig.

Doch was genau bedeutet diese Einstufung durch die UNESCO? Das beantworten wir mit einem kleinen Abstecher in die Kunstgeschichte digitaler Artefakte und sprechen dafür mit Andreas Lange und Tobias Kopka von "Art of Coding", Christoph Wulf, Vorsitzender der Expertenkommission "Immaterielles Kulturelles Erbe" und Vizepräsident Deutschen UNESCO-Kommission, Stephan Schwingeler von der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst in Hildesheim, Chris "gizmo" Mütze von der Demogruppe "Farbrausch" und Margit Rosen, Leiterin der Abteilung Wissen – Sammlung, Archive und Forschung am Zentrum für Kunst und Medien Karlsruhe.

Das Team

Moderation: Vera Linß und Marcus Richter
Redaktion: Vera Linß, Marcus Richter und Jochen Dreier
Webredaktion: Hagen Terschüren

(hte)

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