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Breitband | Beitrag vom 19.09.2020

Breitband SendungsüberblickKünstliche Intelligenz – der Turbo-Button für den Kapitalismus

Mit Teresa Sickert und Vera Linß

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Zeichnung einer Tafel, die mit Kreide beschriftet wird und in ein Tablet übergeht, das von einem Roboter bedient wird. (imago images / Ikon Images)
Künstliche Intelligenz greift immer tiefer in die Arbeitswelt ein. (imago images / Ikon Images)

KI, Kapitalismus und Überwachung gehen mittlerweile oft Hand in Hand. Davon profitieren nur wenige. Wir erklären, wie es dazu kommen konnte und welche Ideen zur Veränderung es gibt. Außerdem: Eine deutsche Stiftung hilft im Assange-Prozess.

Die Automatisierung verändert Berufe. Künstliche Intelligenz ist dabei längst zu einem Kapitalismus-Beschleuniger geworden, der zu immer schwierigeren Arbeitsbedingungen führt. So wird zum Beispiel während der Coronapandemie noch mehr online bestellt als je zuvor. Trotzdem profitieren die Arbeiterinnen und Arbeiter in der Logistikbranche nicht von dem Boom. Diejenigen, die den wirtschaftlichen Erfolg von Amazon und Co. möglich machen, werden an den Gewinnen nicht beteiligt.

Der Einfluss von KI auf unsere Welt und den Kapitalismus beschäftigt auch Magdalena Taube von der Berliner Gazette. Mit ihr reden wir darüber, wie stark Automatisierung und Algorithmen auch die analoge Welt betreffen und warum die Arbeiter in der Logistik immer weniger sichtbar werden.

Überwachungskapitalismus

Der Einfluss von künstlicher Intelligenz auf den modernen Kapitalismus beschäftigt auch den Journalisten und Science-Fiction-Autoren Cory Doctorow. Er hat dem Thema ein ganzes Buch gewidmet: In "How to Destroy Surveillance Capitalism" – das gratis im Netz verfügbar ist – philosophiert der Aktivist darüber, wie wir den sogenannten "Überwachungskapitalismus" verdrängen können. Wir haben mit ihm darüber gesprochen.

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Deutsches Geld im Assange-Prozess

Aktuell laufen Verhandlungen darüber, ob WikiLeaks-Gründer und Chef Julian Assange an die USA ausgeliefert werden soll. Die Vereinigten Staaten werfen dem Australier wegen der Veröffentlichung von Staatsgeheimnissen Spionage vor und wollen ihm deshalb den Prozess machen. Der Fall ist kompliziert und zieht sich bereits über einen längeren Zeitraum – entsprechend hoch sind dabei auch die Verteidigungskosten. Um diese zu bezahlen, sammelt unter anderem die deutsche Wau-Holland-Stiftung Geld für die Anwälte. Was die Stiftung motiviert und welche Hürden sie dabei vom deutschen Staat ausgesetzt ist, erklärt Anna Loll.

Das Team

Moderation: Teresa Sickert und Vera Linß
Redaktion: Jochen Dreier, Vera Linß und Jana Wuttke
Netzkultur: Anna Loll
Webredaktion: Hagen Terschüren

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