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Breitband | Beitrag vom 06.03.2021

Breitband SendungsüberblickKontaktverfolgung neu gedacht

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Illustration einer dichten, roten Gruppe von Menschen, in der ein grün gefärbter Mensch, grüne Vieren verbreitet. (unsplash / United Nations COVID-19 Response / Russell Tate)
Wie lässt sich die Verbreitung des Virus nachverfolgen? (unsplash / United Nations COVID-19 Response / Russell Tate)

Die Gesundheitsämter sind überfordert, die Corona-Warn-App hat die Hoffnungen nicht erfüllt: Ist die Kontaktverfolgung in Deutschland gescheitert? Noch nicht – denn es gibt neue Ansätze.

Deutschland – ein Land, in dem das öffentliche Leben bestens organisiert und besonders effizient ist: ein Image, das sich hartnäckig hält. In Zeiten der Pandemie zeigt sich mal wieder, dass es ein Vorurteil ist. Die Gesundheitsämter sind überlastet, das Impfen geht zu langsam voran.

In der vergangenen Woche ist eine Deadline abgelaufen: Bis Ende Februar sollte das "Surveillance, Outbreak Response Management and Analysis System" – kurz Sormas – in allen Gesundheitsämtern laufen. Das ist nicht der Fall. Woran liegt's? Matthias Finger hat nachgefragt.

Kontaktverfolgung anders denken

Auch die im Juni 2020 eingeführte Corona-Warn-App hat die erhofften Ziele nicht erreicht. Bis heute wurde sie nach Angaben des Robert Koch-Instituts knapp 26 Millionen Mal heruntergeladen, gut 260.000 positive Testergebnisse wurden bislang geteilt. Der ganz große Wurf ist das nicht.

Liegt es vielleicht daran, dass wir die Kontaktnachverfolgung falsch denken? Und dementsprechend auch die Apps anders funktionieren müssten? Eine Studie aus dem Fachmagazin "Nature Physics" legt das nahe. Über die Veröffentlichung sprechen wir mit der Physikerin und Journalistin Sibylle Anderl von der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung"

Google schafft Tracking ab, Seehofer will Ausweispflicht für WhatsApp

In dieser Woche gab es zwei Meldungen, die zwar beide unter das Thema Datenschutz und Privatsphäre fallen – aber trotzdem völlig unterschiedlich sind. Einerseits überraschte Google mit der Nachricht, kein individuelles Werbetracking mehr durchzuführen. Das klingt nach einem Gewinn für den Datenschutz.

Andererseits scheint das Bundesministerium des Innern immer noch an einer Identifikationspflicht für bestimmte Onlinedienste festzuhalten. Das wiederum wäre ein Schlag gegen die digitale Privatsphäre. Marcus Richter hat sich mit den Hintergründen beschäftigt.

Mehr als nur Text: Journalismus im Netz 

Der "Spiegel" war Erster: Im Oktober 1994 ging das Magazin online und war damit weltweit das erste Nachrichtenmagazin im Internet. Auch "Zeit Online" gibt es inzwischen schon seit 25 Jahren.

Die meiste Zeit waren die Netz-Ausgaben mehr oder weniger wie ihr Print-Gegenstück: Text, vielleicht mit ein paar Bildern, nur eben auf einem Bildschirm statt auf Papier. Doch das hat sich geändert. Hagen Terschüren hat sich die Entwicklung angesehen.

Das Team

Moderation: Katja Bigalke und Martin Böttcher
Redaktion: Jochen Dreier, Vera Linß und Jana Wuttke
Beiträge: Matthias Finger, Hagen Terschüren und Marcus Richter
Webredaktion: Nora Gohlke

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