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Breitband | Beitrag vom 28.11.2020

Breitband SendungsüberblickDigitale Barrierefreiheit

Moderation: Vera Linß und Marcus Richter

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Ein Mann mit halb geschlossenen Lidern hält ein Smartphone ganz nah an sein Ohr. (picture alliance / dpa / Alibaba )
Ein Programmierer, der selbst blind ist, arbeitet daran, das Internet für sehbeeinträchtigte Menschen barrierefreier zu machen. (picture alliance / dpa / Alibaba )

Untertitel für Filme oder Alt-Texte für Bilder: für Gehörlose oder Blinde eine Möglichkeit, Inhalte im Internet zu konsumieren. Doch barrierefrei ist das Internet noch lange nicht. In der Gamingbranche aber hat Inklusion schon einen höheren Stellenwert.

Das Internet ist vermeintlich leicht zugänglich – aber längst nicht für alle: Für Menschen mit Sehbeeinträchtigung kann es kompliziert sein, online einzukaufen oder nahezu sinnlos, durch das Fotonetzwerk Instagram zu scrollen. Videos auf Youtube können für Gehörlose wegen schlechter Untertitel unverständlich sein und für Menschen mit einer Lernbehinderung wird es kompliziert, wenn sie online über die gängigen Portale Nachrichten konsumieren möchten.

Wie können Anbieter ihre Webseiten und Apps barrierefrei gestalten und werden bestehende Technologien ausreichend genutzt? Welche zusätzlichen Entwicklungen bräuchte es, um das Web für Menschen mit Handicap besser zu gestalten? Über diese Fragen sprechen wir mit dem Dozenten und Berater zum Thema Barrierefreiheit im Internet Domingos de Oliveira.

Inklusion bei Games

Vergleichsweise viel getan in Sachen Barrierefreiheit hat sich in der Videospielbranche: Microsoft bietet für die Xbox zum Beispiel einen Controller an, der auf unterschiedliche Bedürfnisse angepasst werden kann und es gibt Anleitungen, wie man Spiele für Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen besser gestalten kann.

Doch gerade in den großen populären Spiele finden sich immer wieder unnötige Barrieren. Ob die Gamingbranche in Bezug auf Inklusion eine Vorreiterrolle hat und wie anwenderfreundlich Videospiele für Menschen mit Behinderung tatsächlich sind, darüber sprechen wir mit der Spieleexpertin Melanie Eilert.

Google investiert in deutsche Medienhäuser

Google investiert schon seit Längerem in die Medienverlage. In Form der Google News Initiative beispielsweise unterstützt das Unternehmen digitale Entwicklungen der Zeitungshäuser. Jetzt will der Internetriese Geld für Inhalte ausgeben: Rund 855 Millionen Euro wird Google in den nächsten drei Jahren an Medienunternehmen weltweit zahlen.

Deren Inhalte werden in dem Angebot "News Showcase" bereitgestellt, das im Oktober in Deutschland testweise startete. 20 deutsche Verlage sind dabei. Es fehlen: Axel Springer, die "taz" und die "Süddeutsche Zeitung". Tobi Müller erklärt die Hintergründe.

Ein Regulierungspaket für das europäische Internet

Die EU will die Marktmacht der großen Plattformkonzerne beschränken und arbeitet dafür am "Gesetz für digitale Dienste", im Englischen "Digital Services Act". Ein erster Entwurf wird bis zum Jahresende erwartet. Mit Alexander Fanta von Netzpolitik.org sprechen wir über die Pläne der EU und die Erwartungen, die an das Gesetz geknüpft sind.

Das Team

Moderation: Vera Linß und Marcus Richter
Redaktion: Hagen Terschüren, Jochen Dreier und Jana Wuttke
Webredaktion: Nora Gohlke

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