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Breitband | Beitrag vom 23.11.2019

Breitband SendungsüberblickDie "Berliner Zeitung" wird von ihrer Geschichte eingeholt

Mit Dennis Kogel und Mike Herbsreuth

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Auf "Rot" steht die Ampel vor dem ehemaligen Pressehaus am Alexanderplatz, in dem sich früher die Redaktionsräume des Berliner Verlags, in dem unter anderem die Berliner Zeitung sowie der Berliner Kurier produziert werden, befunden haben.  (picture alliance/Paul Zinken/dpa)
Ehemaliges Pressehaus am Alexanderplatz, in dem sich früher die Redaktionsräume des Berliner Verlags befunden haben. (picture alliance/Paul Zinken/dpa)

Der neue Besitzer des Berliner Verlags war früher für die Stasi tätig – wie kann angemessen über das mediale Erbe der DDR diskutiert werden? Außerdem: Authentizität in Zeiten der Digitalisierung.

Im September wurde der Berliner Verlag von Silke und Holger Friedrich gekauft. Die beiden sind als Digitalunternehmer reich geworden, einen verlegerischen oder journalistischen Hintergrund haben sie nicht. In der vergangenen Woche machte die "Welt am Sonntag" öffentlich, dass Holger Friedrich für die Stasi tätig war – nach eigenen Angaben unfreiwillig. Doch wie relevant ist das? Wie viel müssen Zeitungsverleger über die eigene Vergangenheit offenlegen? Und wie lässt sich jetzt, 30 Jahre nach dem Mauerfall, die DDR-Geschichte - auch mit Blick auf die Medien - differenziert aufarbeiten? 

Darüber sprechen wir mit der Historikerin Mandy Tröger vom Institut für Medienwissenschaft und Kommunikation an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Tröger arbeitet im Forschungsverbund "Das mediale Erbe der DDR" und ist Autorin des Buches "Pressefrühling und Profit: Wie westdeutsche Verlage 1989/1990 den Osten eroberten".

Hongkongs Pressefreiheit

Seit Monaten toben die Proteste in Hongkong. Es geht um Widerstand gegen China und den Kampf für den Erhalt der Demokratie. Inzwischen wird auch immer härter gegen Journalisten vorgegangen, die von dort berichten. Wie frei können sie in Hongkong ihrer Arbeit nachgehen? Wie viel echte Informationen dringen aus der Stadt? Ruth Kirchner ist unsere ARD-Korrespondentin vor Ort und kennt die Antworten.

Authentizität in Zeiten der Digitalisierung

Im "Espace Diaphanes" in Berlin dreht sich dieses Wochenende alles um Authentizität. Es wird eruiert, inwiefern die Digitalisierung die Wahrnehmung und Relevanz von Authentizität beeinflusst. Eröffnet wurde das Festival von dem britischen Schriftsteller und Künstler Tom McCarthy. Vera Linß war vor Ort, um mit ihm über das Thema zu sprechen.

Smartphone: Das bakterielle Örtchen

Ein seit kurzer Zeit zu beobachtender Trend sind kleine Fläschchen mit Desinfektionsgel, die an Handtaschen und Rucksäcken hängen. Unsere mobile Gesellschaft hat Angst vor den vielen Keimen, die sie auf Oberflächen vermutet. Sei es im Zug, öffentlichen Toiletten oder auf Bürotürklinken. 

Als ein relativ neuer und besonders gefährlicher Bakterienherd gilt dabei das Smartphone. Immer dabei, immer auf dem Tisch, in der Hand und am Ohr – und auf dem Klo. Ist das ein absolutes No-Go? Jochen Dreier über die Mikro-Biologie und Soziologie des Smartphones auf der Toilette.

Netzmusik

Maya Solovey – Judy Gumtree (CC BY-NC-SA)
Josh Woodward – As I Am (CC BY)
Orphan Train Project – Floozie (CC BY)
The Grammar Club – Sorry on the Internet (CC BY-NC-SA)
Rxbyn – Fire (CC BY)
Rrrrrose Wieck – Perdre les têtes (CC BY)

Das Team

Moderation: Dennis Kogel und Mike Herbstreuth
Redaktion: Vera Linß, Pia Rauschenberger und Jana Wuttke
Netzkultur: Jochen Dreier
Netzmusik: Hagen Terschüren
Webredaktion: Hagen Terschüren

(hte)

Breitband

Breitband SendungsüberblickAktivismus wird kommerziell
Besucher stehen vor der Umzäunung des Berliner Olympiastadions und blicken hinein. (picture alliance / Sven Simon)

Ein Unternehmen ruft dazu auf, auf einem Event Petitionen im Berliner Olympiastadion zu unterschreiben – gegen Eintritt. Was macht das mit der Demokratie? Außerdem: Der SciFi-Thriller "The Feed" und Taiwans Digitalministerin Audrey TangMehr

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