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Breitband | Beitrag vom 30.07.2016

BesprechungIns Abseits veröffentlicht

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WikiLeaks war eine Institution die sich für Transparenz einsetzte, die durch Veröffentlichungen von geheimen Dokumenten Missstände aufzeigte. Doch jetzt steht die Enthüllungsplattform selbst in der Kritik. Kurz nach dem Putschversuch in der Türkei wurden Dokumente geleakt, die wenig Erkenntnisgewinn hatten, dafür aber tausende von privaten Daten von vor allem Frauen offenlegten. zum Beispiel kann eingesehen werden, wer die regierende AKP unterstützt und wer nicht. In dem politischen Klima der Türkei nach dem Putsch, eine nicht ungefährliche Information.

Und pünktlich zum Parteitag der Demokraten wurden E-Mails veröffentlicht, die zeigen, dass die Parteispitze von Anfang an Hillary Clinton als Kandidat für das Präsidentenamt bevorzugte. Allerdings führt die Spur der Hacker, die die Daten besorgt haben nach Russland. Es scheint als würde sich WikiLeaks instrumentalisieren lassen und damit in den Wahlkampf der USA einzugreifen - denn was Hillary Clinton schadet, nützt Donald Trump und dieser ist weitaus freundlicher gegenüber Russland eingestellt. Außerdem ist bekannt, dass Julian Assange kein großer Freund von Hillary Clinton ist.

Philip Banse fasst die Kritik zusammen und schätzt ein, wie es zu dieser Entwicklung kam.

Bild: Your Karma is leaking von Alan Turkus auf Flickr.com CC BY

Breitband

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