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Breitband | Beitrag vom 26.07.2014

BesprechungDigitale Salons gegen enthemmte Trolle

Ist die Kommentarkultur im Netz zu retten?

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Manchmal reicht schon ein niedlicher Regenbogenkuchen, und die Diskussion kippt. Wie kürzlich geschehen auf der Webseite von Fox 101.9, einer australischen Radiostation.

Dort hatte "Web Guy Josh" ein Rezept gepostet für einen Kuchen, der Geburtstagskinder mit psychedelisch bunten Zahlen im Inneren überraschen sollte. Die Kommentare überschlugen sich bis ins Trolligste von Nonsens-Bemerkungen über Hohn bis Beleidigung.

Für Stefan Plöchinger ist es ein typisches Beispiel für das, was er Online-Enthemmung nennt. Das Trollen nimmt überhand, alles andere wird zurückgedrängt. Selbst kennt Plöchinger das sehr gut, er ist Mitglied der Chefredaktion der Süddeutschen Zeitung und leitet deren Online-Seite sz.de. Es muss sich was ändern, sagt der Journalist, und schlägt vor, der enthemmten Pöbelei digitale Salons entgegenzusetzen.

Wir diskutieren mit ihm über Leserdialog und Vorschläge, ihn zu verbessern: Weniger Artikel kommentieren zu lassen, exklusive Leserschaften zu bilden und die Diskussion auf externe soziale Medien zu verlagern - kann das helfen? Die erste Maßnahme startet bei der Süddeutschen im August: Dann können wie bei der New York Times nur noch ausgewählte Artikel kommentiert werden.

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