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Breitband | Beitrag vom 18.10.2014

BesprechungDas reale Leben im Virtuellen

US-Sicherheitsbehörden nutzen neue Wege zur Überwachung

Wandeln in einem Paralleluniversum: Die kalifornische Entwicklerschmiede Linden Lab brachte 2003 die virtuelle Welt "Second Life" an den Markt. Nach der ersten Anfangseuphorie ist sie zunehmend in Vergessenheit geraten, aber es gibt sie noch: Mehr als 36 Millionen Menschen bevölkern noch immer mit ihren Avataren die Hotels, Einkaufszentren und Wildwasser-Raftingbahnen in der Kunstwelt. Die Techniken, die die Entwickler hier einsetzen, damit sich die Second Life-Abenteurer mit ihre Avataren in der künstlichen Realität vergnügen können, wollen amerikanische Sicherheitsbehörden jetzt nutzen, um öffentliche Plätze, Regierungseinrichtungen und später sogar einmal ganze Stadtviertel in Echtzeit überwachen zu können.

So wollen NSA und FBI etwa die Central Station in New York in den Präsentationsraum für virtuelle Realität - genannt "Cave" - holen. Mithilfe von Daten aus Überwachungskameras, akustischen Überwachungssystemen, Temperatur- und Feuchtigkeitsfühlern aus der Central Station wird so eine Simulation geschaffen. Auf welche anderen Orte die Echtzeit-Überwachung noch ausgeweitet werden soll, welche technischen Voraussetzungen benötigt werden und welche Auswirkungen das für die Zukunft der Sicherheitstechnologie hat, darüber sprechen wir mit dem Journalisten Peter Welchering.

Foto: "Feeling fresh again" von Samuel John, CC BY-SA 2.0

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