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Literatur | Beitrag vom 01.03.2020

Belletristik im FrühjahrProsa-Finalisten für den Preis der Leipziger Buchmesse

Moderation: Jörg Plath und Carsten Tesch

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Verena Güntner, Maren Kames, Lutz Seiler, Leif Randt und Ingo Schulze sind für den Preis der Leipziger Buchmesse nominiert. (von links nach rechts: Stefan Klüter, Deutschlandradio, dpa / Erwin Elsner, Zuzanna Kałużna, Gaby Gerster)
Verena Güntner, Maren Kames, Lutz Seiler, Leif Randt, Ingo Schulze (von links nach rechts: Stefan Klüter, Deutschlandradio, dpa / Erwin Elsner, Zuzanna Kałużna, Gaby Gerster)

Die fünf Finalisten für den Preis der Leipziger Buchmesse in der Sparte Belletristik haben wir auf die Bühne gebracht: Verena Güntner, Maren Kames, Leif Randt, Ingo Schulze und Lutz Seiler stellten sich im Schauspiel Leipzig unseren Fragen.

Der mit ingesamt 60.000 Euro dotierte Preis der Leipziger Buchmesse gehört zu den angesehensten Literaturpreisen im deutschsprachigen Raum. Anders als der Deutsche Buchpreis, der im Oktober auf der Frankfurter Buchmesse vergeben wird, zeichnet er sowohl belletristische als auch Sachbücher und literarische Übersetzungen aus - und zur Belletristik zählt die wechselnde Jury zuweilen auch Lyrik: 2015 zeichnete sie Jan Wagner für seinen Band "Regentonnenvariationen" aus.

Vor kurzem wurden die 15 Nominierten der drei Kategorien bekannt gegeben. Drei von ihnen werden am 12. März in Leipzig auf der Buchmesse ausgezeichnet. Die fünf Belletristik-Nominierten stellen ihre Bücher in dieser Sendung in Gespräch und Lesung vor; die Kandidaten der Kategorie Sachbuch folgen an dieser Stelle in einer Woche, am 8. März.

Sehr verschiedene Werke

Die Bücher sind sehr unterschiedlich in Thema und Stil: Ingo Schulze huldigt in "Die rechtschaffenen Mörder" (S. Fischer) einem Dresdner Antiquar, der nach 1990 von einer allseits geschätzten zu einer sinistren Figur wird. Verena Güntner legt mit "Power" (DuMont) eine waldige Dystopie vor. Maren Kames mit "Luna Luna" (Secession) ein von der Popmusik inspiriertes Langgedicht, Leif Randt mit "Allegro Pastell" (Kiepenheuer & Witsch) einen postromantischen Liebesroman, einen Liebesroman 2.0 aus dem Deutschland der Gegenwart. Und Lutz Seiler hat keine Fortsetzung von "Kruso" geschrieben, dem mit dem Deutschen Buchpreis 2014 ausgezeichneten Roman, aber Kruso und Ed haben Gastauftritte in "Stern 111" (Suhrkamp).

Der Preis der Leipziger Buchmesse ehrt seit 2005 herausragende deutschsprachige Neuerscheinungen und Übersetzungen in den Kategorien Belletristik, Sachbuch/Essayistik und Übersetzung. Der Jury gehören an: Jens Bisky (Vorsitz), Katharina Herrmann, Tobias Lehmkuhl, Wiebke Porombka, Marc Reichwein, Katrin Schumacher und Katharina Teutsch.

(pla)

Mehr zum Thema

Verena Güntner über ihren Roman "Power" - Empathie, die despotisch wird
(Deutschlandfunk Kultur, Lesart, 21.02.2020)

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(Deutschlandfunk Kultur, Hörspiel, 11.08.2019)

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