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Zeitfragen / Archiv | Beitrag vom 06.06.2011

Basta!

Über die Sehnsucht nach einem Machtwort

Von Thomas Klug

Zwei Politiker, die das "Basta" beherrschen: Angela Merkel und Gerhard Schröder (AP)
Zwei Politiker, die das "Basta" beherrschen: Angela Merkel und Gerhard Schröder (AP)

Basta – das ist deutlich und trotzig zugleich. Gerhard Schröder hat diesem "Basta" politische Weihen verliehen. Angela Merkel spricht weniger markant von Entscheidungen, die "alternativlos" seien. Basta und alternativlos bedeuten nichts anderes als: Die Diskussion ist zu Ende, der Chef hat entschieden.

Manche nennen das politische Kultur. Verstummen die Andersdenkenden nicht, wird gern das politische Fußvolk mit der Forderung nach dem Machtwort zitiert. Mal fordert es die Opposition, mal die Parteibasis, mal rufen die Kommentatoren des politischen Geschehens danach. Wie aber passt ein Machtwort zur Demokratie? Und steckt hinter der Forderung nicht eher die Sehnsucht nach starkem Mann oder starker Frau, die nicht nur sagen, wo es langgeht, sondern den richtigen Weg vermeintlich kennen?


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