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Fazit / Archiv | Beitrag vom 29.07.2014

Bad Hersfelder Festspiele "Kampagne des Bürgermeisters"

Intendant Holk Freytag wehrt sich gegen fristlose Kündigung

Moderation: Andrea Gerk

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Holk Freytag als Intendant der Bad Hersfelder Festspiele (dpa / picture alliance / Uwe Zuchhi)
"Er hat dem Ruf der Festspiele sehr geschadet", sagte Holk Freytag über den Bürgermeister. (dpa / picture alliance / Uwe Zuchhi)

Der Intendant der Bad Hersfelder Festspiele, Holk Freytag, hat dem Bürgermeister der Stadt eine gezielte Kampagne gegen ihn vorgeworfen. Bisher habe er von seiner fristlosen Kündigung nur aus der Presse erfahren.

Er habe schon geahnt, dass sich etwas zusammenbraue, sagte Freytag nach seinem Rausschmiss. Der Bürgermeister Thomas Fehling habe seit anderthalb Jahren grundlose Attacken gegen die Festspiele und ihn gerichtet. Er habe zu diesen Auseinandersetzungen überwiegend geschwiegen und es durchgehen lassen, um die Festspiele nicht zu gefährden.

"Er hat dem Ruf der Festspiele sehr geschadet", sagte Freytag. "Der Bürgermeister führt eine persönliche Attacke  gegen mich seit geraumer Zeit, seit über einem Jahr und das ist jetzt sein persönlicher Schlussstrich." Freytag sagte, der Vorwurf, er habe gegen Regeln verstoßen, sei aus der Luft gegriffen.

Sparvorgaben als Auslöser

Die Stadtverordneten hätten beschlossen, dass die Festspiele 2014 mit 400.00 Euro weniger auskommen sollten. Er habe deshalb einen neuen Spielplan vorgelegt, der die Hälfte dieser Sparvorgabe berücksichtigte. "Ich habe zu Beginn der Sitzung gesagt, wir kriegen das ohne einen Qualitäts- und Quantitätsverlust nicht hin."

Freytag sagte, er habe dann einen weiteren Vorschlag gemacht, der die ganze Sparvorgabe berücksichtigt habe, aber der sei offenbar in der Sitzung des Magistrats nicht mehr zur Kenntnis genommen worden.

Weiterführende Information

Abgang ohne Resignation - Intendant Holk Freytag geht vom Dresdner Staatsschauspiel nach Bad Hersfeld (Deutschlandradio Kultur, Fazit, 09.06.2009)  

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