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Interview | Beitrag vom 04.03.2020

Autorin kritisiert das KinderkriegenMehr Anerkennung für Reproduktionsverweigerer, bitte!

Verena Brunschweiger im Gespräch mit Stephan Karkowsky

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Porträt von Verena Brunschweiger. (Juliane Zitzlsperger)
Kinderkriegen ist schlecht fürs Klima, findet Verena Brunschweiger. (Juliane Zitzlsperger)

Zu viele Kinder sind nach Ansicht der Autorin Verena Brunschweiger ein Problem für die Umwelt und das Klima. Ein deutsches Kind verbrauche so viele Ressourcen "wie 90 Kinder in Burundi", sagt die Autorin von "Die Childfree-Rebellion".

In ihrem neuen Buch "Die Childfree-Rebellion" setzt sich die Autorin Verena Brunschweiger erneut dafür ein, dass die Deutschen weniger Kinder bekommen. Ähnlich hatte sie sich bereits in ihrem Buch "Kinderfrei statt kinderlos: Ein Manifest" im vergangenen Jahr geäußert.

Brunschweiger argumentiert mit dem hohen Ressourcenverbrauch einer Industrienation wie Deutschland, der schon bei Kindern ein Problem darstelle. Ein deutsches Kind verbrauche so viele Ressourcen "wie 90 Kinder in Burundi", sagt sie in unserem Programm.

"Das kann man ja schon einem Viertklässler erklären: Je mehr Menschen desto mehr Müll. Je mehr Leute wir sind, desto schlimmer wird jegliches Problem", betont sie.

Wüdigung der "echt coolen progressiven Herren"

Sowohl Frauen als auch Männer könnten etwas gegen die Überbevölkerung und den damit verbundenen hohen CO2-Ausstoß tun. Nicht nur die "neuen Väter", die den Kinderwagen schieben, sollten Anerkennung finden, sondern auch die "Reproduktionsverweigererer".

Männer nimmt die Autorin beim Thema Überbevölkerung ausdrücklich in die Pflicht. Die "echt coolen progressiven Herren", die sich dafür einsetzen, möchte sie würdigen.

(huc)

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