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Kompressor | Beitrag vom 11.12.2018

Aus für den "Tatortreiniger""Ich bin traurig und finde es richtig"

Ingrid Lausund im Gespräch mit Shanli Anwar

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Der Schauspieler Bjarne Mädel trägt einen weißen Anzug und schrubbt das mit Blut an die Wand geschriebene Wort "Hölle" (Georg Wendt/dpa)
Sieben Jahre lang spielte Bjarne Mädel den Tatortreiniger Heiko Schotte (Georg Wendt/dpa)

Nach sieben Jahren wird der "Tatortreiniger" eingestellt. Entschieden hat das die Autorin der Serie, Ingrid Lausund. Die sagt im Gespräch, sie habe nicht mehr das Gefühl gehabt, die Serie könne noch besser werden.

Vier neue Folgen des "Tatortreiniger" werden noch gesendet, dann ist Schluss. "Ich bin traurig und finde es trotzdem richtig", sagt die Autorin der Serie, Ingrid Lausund. "In den letzten vier Folgen sind wir unserem Anspruch nochmal gerecht geworden, jedes Mal einen draufzusatteln. Aber schon beim Suchen und Schreiben der Geschichten habe ich gemerkt, es wird schwieriger und anstrengender, neue Welten zu finden."

Der "Tatortreiniger" war Lausunds Seriendebüt. Die erste Folge war kurz vor Weihnachten 2011 ausgestrahlt worden. Insgesamt 31 Episoden schrieb Lausund. Mit denen gewann sie zwei Grimme-Preise und drei deutsche Comedy-Preise. Lausund sagt: "Das hat uns alle überrascht. Damit hätte niemand gerechnet. Ein Grund ist sicherlich die Hauptfigur Schotty."

Heiko Schotte, Schotty genannt, rückt in jeder Folge nach einem Todesfall an, um zu reinigen und zu philosophieren über das Leben und jene, die gestorben sind. Gespielt wurde Schotty von Bjarne Mädel. Mit ihm hatte Lausund schon am Theater zusammengearbeitet und die Rolle eigens für ihn geschrieben. Dass Mädel nun sagte, er vermisse Schotty wie eine echte Person, kann Lausund nachvollziehen. "Die Schotty-Figur hat im Laufe der Zeit ein Eigenleben entwickelt, als ob sie eine real existierende Person wäre."

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