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Kulturpresseschau | Beitrag vom 25.02.2021

Aus den FeuilletonsPaul McCartney von A bis Z

Von Klaus Pokatzky

Der Ex-Beatles-Sänger, Sir Paul McCartney, steht während eines Konzerts gitarrespielend und singend auf der Bühne (picture alliance / imageSPACE / Christopher Victorio)
Was, wann, wo und warum: All diese Fragen rund um seine Songs will Paul McCartney laut "TAZ" in seiner Autobiografie beantworten. (picture alliance / imageSPACE / Christopher Victorio)

Ex-Beatle Paul McCartney verfasst seine Autobiografie, weiß die "TAZ". Darin will der Brite seine Songs alphabetisch sortieren und erklären. Wer dann noch nicht genug hat, kann die Beatles auch als Studiengang belegen, steht in der "FAZ".

"Das sogenannte Wörtchen ‚sogenannt‘", steht in der SÜDDEUTSCHEN ZEITUNG, "war lange Zeit ein seriöser Begleiter für Menschen, die beweisen wollten, dass sie ihr sprachliches Werkzeug mit der nötigen Handlungssicherheit bedienen können." Das schreibt Harald Hordych mit der nötigen Handlungssicherheit – und liefert ein schönes Beispiel für sprachliche Phrasen.

Probleme eines Künstlers

"Der Mann hinten links sei eine sogenannte ‚trübe Tasse‘, das kündete zugleich von der Fähigkeit des Sprechers, zwischen Umgangs- und Hochsprache wohlweislich zu unterscheiden." Und wer "quasi" sagt, der kann dann auch gleich zeigen, dass er studiert oder zumindest mal Latein gelernt hat. "Es genügt, jemanden zum sogenannten Künstler zu erklären, um ihn damit ohne die Last des Beweises als Hochstapler entlarvt zu haben", meint Harald Hordych – aber da könnten wir quasi sagen: Der Künstler hat ganz andere Probleme.

"Die prekäre Existenz von Kunstschaffenden lässt sich statistisch belegen", erfahren wir aus dem Berliner TAGESSPIEGEL, der von coronabedingten "Umsatzverlusten 2020 in der Kultur auf 22,4 Milliarden Euro" berichtet: einem Minus von 13 Prozent. "Am stärksten wirkt sich die Pandemie auf den Markt für die Darstellenden Künste aus, mit einem Umsatzverlust von 85 Prozent. Bei der Musikbranche schlägt das Virus mit 54 Prozent Minus zu Buche, bei der Kunst mit 51 Prozent."

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Wohl dem, der es da in der Künstlerszene ganz nach oben gebracht hat. "Ex-Beatle Paul McCartney verfasst seine Autobiografie", lesen wir in der Tageszeitung TAZ. "In dem Buch werden McCartneys Songs alphabetisch sortiert jeweils mit Kommentaren von ihm versehen, wo und wann er sie mit welcher Inspiration verfasste." Und wenn er dann noch Zeit hat, kann Paul McCartney ja auch ein sogenannter Professor werden.

Einen Master in "Beatles"-Studien

Die Universität Liverpool würde sich sicherlich freuen, wenn McCartney in ihrem neuen Aufbaustudiengang dozieren würde. "Beatles – Music Industry and Heritage MA" heißt er, also quasi: Beatles – Musikindustrie und Überlieferung, mit einem schönen akademischen Titel, dem sogenannten Master of Arts. "Man muss für die zwölf (Vollzeit) oder vierundzwanzig Monate (Teilzeit) lange Befassung mit dieser Vierer-Bande einen Bachelor-Abschluss und idealerweise Berufserfahrung mitbringen", klärt die FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG auf.

"Das Programm ist noch in Arbeit, die Richtung lässt sich aber anhand dessen, was schon vorgesehen ist, erahnen: weg von einer ja gleichfalls noch gar nicht abgeschlossenen historischen sowie kultur- und musikwissenschaftlichen Beschäftigung hin zu einer – man muss das so knallhart formulieren – kulturwirtschaftlichen, um nicht zu sagen: kulturindustriellen Verwertbarkeit", wie Edo Reents ernüchternd meint.

Zum Tod des Cellisten Wolfgang Boettcher

"Jahrzehntelang hat er das Musikleben dieser Stadt geprägt", würdigt der TAGESSPIEGEL einen großen Musiker der Klassik – Wolfgang Boettcher ist im Alter von 86 Jahren gestorben: "Viele Jahre der Solo-Cellist der Berliner Philharmoniker, daneben bildete er als Professor in seiner Heimatstadt Berlin mehrere Generationen junger Cellisten aus", heißt es in der SÜDDEUTSCHEN. "Mit seinem ausdrucksstarken, kantablen Ton und einem wachen Sinn für musikalische Strukturen begeisterte er das Klassikpublikum in der Philharmonie wie bei unzähligen kammermusikalischen Projekten", so der TAGESSPIEGEL, der Wolfgang Boettchers Tochter Marie zitiert: "Er hat bis zuletzt jeden Tag eine Bach-Suite gespielt."

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