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Weltzeit / Archiv | Beitrag vom 20.11.2019

Aufruhr in HongkongDie Sicht der chinesischen Führung

Axel Dorloff im Gespräch mit Miriam Rossius

Verletzte Demonstrierende am 19.November in Hong Kong. (Getty/AsiaPac/Anthony Kwan)
Aus Sicht unseres Peking-Korrespondenten Axel Dorloff ist es nach wie vor unwahrscheinlich, dass Peking in Hongkong militärisch eingreift. (Getty/AsiaPac/Anthony Kwan)

Gewalt und noch mehr Gegengewalt führten in den vergangenen Tagen zu immer brutaleren Szenen in Hongkong. Es gab tausende Festnahmen, scharfe Drohungen aus Peking. Dort hat die chinesische Führung die Ereignisse fest im Blick. Wie schaut sie auf Hongkong?

Hongkong ist aus den Fugen und stellt die chinesische Führung vor eine mächtige Herausforderung. Der chinesische Staatschef Xi Jinping drohte den Demonstranten, die Gewalt würde das Prinzip "Ein Land, zwei Systeme" ernsthaft in Frage stellen. Eine Warnung, die vor allem nach innen gerichtet ist.

Xi müsse seinen Kritikern gegenüber Stärke zeigen, meint Peking-Korrespondent Axel Dorloff. Aus seiner Sicht ist es nach wie vor unwahrscheinlich, dass Peking militärisch eingreift. Er erinnert aber auch daran, dass die Legitimität der Kommunistischen Partei bis heute darauf beruht, dass sie mit Gewalt gegen die eigenen Leute vorgeht.

Mit Blick auf tausende Festnahmen in Hongkong betont Dorloff, Hongkong sei nach wie vor ein Rechtsstaat: "Deshalb sind jetzt auch keine Willkür-Prozesse zu erwarten oder keine willkürlichen Auslieferungen an Festlandchina."

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