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Sonntagsrätsel / Archiv | Beitrag vom 02.12.2018

AuflösungGesucht wurde: Oktave

2680. Ausgabe

Von Ralf Bei der Kellen

Ein Vibraphon (Foto: Jan-Martin Altgeld)
Ein Vibraphon - das bevorzugte Instrument des am 12. November verstorbenen Jazzmusikers Wolfgang Schlüter. (Foto: Jan-Martin Altgeld)

Am 12. November starb mit 85 Jahren Wolfgang Schlüter einer der bekanntesten deutschen Jazz-Vibraphonisten. Im Mittelpunkt der 2680. Ausgabe des Sonntagsrätsels steht deshalb sein Instrument: das Vibraphon.

1. Frage

Das Vibraphon ist ein relativ junges Instrument. So wie man es heute kennt, wurde es 1927 erfunden. Es ist quasi ein großes Glockenspiel, bei dem unter den einzelnen Klangplatten Röhren angebracht sind. In diesen befinden sich drehende Scheiben, die den charakteristischen Vibrato-Klang erzeugen. In der ersten Frage wird der erste Superstar des Vibraphons gesucht. Bereits 1930 machte er Aufnahmen mit Louis Armstrong. Bevor er sich mit einem eigenen Orchester etablierte, spielte er von 1936 bis ca. 1940 an der Seite von Benny Goodman. So auch auf dem berühmten Carnegie-Hall-Konzert vom 16. Januar 1938. Im Stück "Dizzy Spells" musizierte er im Quartett mit dem Bandleader, dem Pianisten Teddy Wilson sowie dem Schlagzeuger Gene Krupa. Geboren wurde er am 20. April 1908, gestorben ist er am 31. August 2002. Der gesuchte Buchstabe befindet sich im Vornamen dieses Vibraphonisten an dritter Stelle, in seinem Familiennamen ist es der sechste Buchstabe.

O - Lionel Hampto

2. Frage

Der in Frage zwei gesuchte Künstler dürfte der bekannteste deutsche Komponist der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts sein. Geboren wurde er am 22. August 1928 in Mödrath, gestorben ist er am 5. Dezember 2007 in Kürten-Kettenberg. Sein Magnum Opus, dessen Aufführung sich über sieben Tage erstreckt, trägt den schlichten Titel "Licht". Im Oeuvre dieses Protagonisten der Neuen Musik befindet sich auch ein Solo-Stück für Vibraphon mit dem Titel "Vibra-Elufa". Gesucht wird: der erste Buchstabe aus seinem Vornamen oder der fünfte Buchstabe aus seinem Familiennamen.

K - Karlheinz Stockhausen 

3. Frage

Der vermutlich am häufigsten gespielte Vibraphonist in der Popmusik dürfte Jack Ashford sein. Er war Mitglied einer der meistbeschäftigten Studio-Bands überhaupt, den "The Funk Brothers". Sie spielten auf Hits wie "Where Did Our Love Go?", "Ain’t No Mountain High Enough" oder "Baby Love". In der Sendung zu hören war der 1962 von Smokey Robinson geschriebene und produzierte Hit "You Beat Me To The Punch" von Mary Wells. Und bei welcher stilprägenden Plattenfirma erschienen die genannten Hits? Ihr Gründer Berry Gordy benannte sie nach dem Spitznamen seiner Heimatstadt Detroit. Aus dem Namen der Plattenfirma wird gesucht: der dritte von sechs Buchstaben.

T - Motown 

4. Frage

In den 1960er Jahren war das Vibraphon auf vielen Exotica- und Latin-Jazz-Aufnahmen zu hören. Einer der tonangebenden Vibraphonisten zu dieser Zeit war Cal Tjader. In der Sendung zu hören war er mit dem "Whiffenpoof Song". Die zugehörige Frage zielt auf das Instrument, das sozusagen das hölzerne Pendant zum Vibraphon ist. Es gehört zur Gruppe der Xylofone, der Tonumfang ist oft etwas größer als der des Vibraphons. Seine Wurzeln hat es im afrikanischen Balafon, erfunden wurde es in Südamerika. Gesucht wird: aus seinem Namen der zweite oder der siebte Buchstabe.

A - Marimba

5. Frage

1961 nahm der US-amerikanische Vibraphonist Dave Pike sein erstes Solo-Album auf. Der Legende nach musste ihn der Produzent bei dieser Aufnahme knebeln, weil Pike es sich nicht verkneifen konnte, seine auf dem Vibraphon gespielten Melodien laut mitzusingen. 1968 ging er nach Deutschland und gründete mit hiesigen Musikern die Band "The Dave Pike Set". Unter ihnen befand sich auch einer der bekanntesten deutschen Gitarristen, der später auch als Cartoonist und Illustrator erfolgreich war. Als er am 14. Juni 2003 starb, brachte sogar der britische Guardian einen Nachruf. In der Sendung zu hören war seine eigenwillig betitelte Komposition "Big Schlepp". Gesucht wird der erste Buchstabe aus seinem Vornamen.

V - Volker Kriegel

6. Frage

In den 1950er-Jahren machte der britische Pianist George Shearing mit einem ganz eigenen Sound von sich reden. In seinen Arrangements wurde die Melodie meistens von Piano, Gitarre und Vibraphon unisono gespielt. Von diesem Klang ließ sich auch ein damals noch eher unbekannter deutscher Kabarettist und Liedermacher inspirieren. In der Sendung zu hören war sein Lied "Clown", dass er am 27. September 1956 beim WDR in Köln mit einer Jazzband aufnahm. Geboren wurde er am 6. Mai 1925 in Moers, gestorben ist er am 6. Dezember 2005 in Werfen. Aus dem zweiten Vornamen dieses Künstlers wird gesucht: der dritte oder der fünfte Buchstabe.

E - Hanns Dieter Hüsch 

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