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Sonntagsrätsel | Beitrag vom 23.08.2020

Auflösung der 2770. AusgabeGesucht wurde: Galeere

Moderation: Ralf bei der Kellen

Filmszene im Inneren einer Galere aus Ben Hur mit Charlton Heston unter der Regie von William Wyler aus dem Jahr 1959.  (imago images / United Archives International)
Filmszene im Inneren einer Galere aus Ben Hur mit Charlton Heston unter der Regie von William Wyler aus dem Jahr 1959. (imago images / United Archives International)

Galeeren waren Kriegsschiffe, deren Ruderer nicht selten Sklaven, Sträflinge oder Kriegsgefangene waren. Viele kennen die kahlrasierten Galeerensklaven aus den Asterix-Comics. Auf römischen Galeeren saßen allerdings meist freiwillige Ruderer.

1. Frage
Das erste Musikstück ist der berühmte Gefangenenchor aus der Oper Nabucco. Gesucht wird ihr Komponist. "Nabucco" ist die italienische Kurzform des Namens Nebukadnezars des 2., dem babylonischen König, der 597 v. Chr. Jerusalem eroberte und die judäische Oberschicht ins Exil zwang, was oft auch als Versklavung beschrieben wird. Historisch ist das zwar nicht ganz korrekt, trotzdem heißt der Gefangenenchor auf Englisch "Chorus Of The Hebrew Slaves". In anderen Opern des Komponisten wie z.B. "Aida" und "Rigoletto" spielen Sklaven ebenfalls eine Rolle. Aus seinem Vornamen soll notiert werden: der erste Buchstabe.

GGiuseppe Verdi

2. Frage
Waren Sklaven früher vor allem eine Art Kriegsbeute, verschleppten die Europäer ab dem späten 16. Jahrhundert Millionen Menschen aus Afrika, um sie als Arbeitskräfte in Amerika und den Kolonien einzusetzen. In der Populärkultur ihrer befreiten Nachfahren spielt dieses Thema naturgemäß eine große Rolle. So auch in dem Calypso "The Slave" des berühmt-berüchtigten Sängers The Mighty Sparrow aus dem Jahr 1963. Und auf welcher Karibikinsel entstand der Calypso? Gesucht wird der siebte Buchstabe aus ihrem Namen.

A - Trinida

3. Frage
Ende des 18. Jahrhunderts entstand in den USA eine Route von sicheren Wegen und Häusern, auf denen Sklaven aus dem Süden in den Norden oder nach Kanada fliehen konnten, wo die Sklaverei bereits verboten war. Diese Route nannte man "The Underground Railroad". 1961 nahm ein Jazzsaxophonist das Stück "Song Of The Underground Railroad" für sein Album "Africa/Brass" auf. Sein bekanntestes Werk ist die Suite "A Love Supreme". Zielführend ist der dritte Buchstabe aus seinem Familiennamen (der ebenso wie die Underground Railroad eine trügerische Nähe zur Eisenbahn suggeriert).

L - John Coltrane 

4. Frage
2016 fasste die HipHop-Band The Roots die Geschichte der Sklaven in den USA in einem kurzen Song mit dem Titel "I’m Just A Slave" zusammen. Geschrieben hatten sie ihn für die TV-Serie "Black-ish". Die Frage dazu zielt auf den Mann, der den Roman "Roots" (zu Deutsch: "Wurzeln"). In dem Buch geht es um die Geschichte einer Familie, die mit dem Afrikaner Kunta Kinte beginnt. Aus dem Namen des Autors sollen gleich zwei Buchstaben gefunden und aufgeschrieben werden: der dritte aus seinem Vornamen und der vierte Buchstabe aus seinem Familiennamen.

EE - Alex Hale

5. Frage
Ab 1865 waren die Sklaven in den USA frei – zumindest auf dem Papier. De facto sorgten die "Jim Crow"-Gesetze und die Segregation dafür, dass sie Bürger zweiter Klasse blieben. Viele schwarze Künstler suchten daher in Europa Anerkennung. So auch der in Musik Nummer vier zu hörende Sänger. In dem Musikfilm "Tanzende Sterne" sang er 1952 den "Virginia Blues" im Duett mit Marie Nejar (deren Plattenfirma ihr den zweifelhaften Künstlernamen "Leila Negra" verpasst hatte). Und wie heißt dieser Künstler? Er sang Spirituals genauso wie Brahms und Schubert. 1956 wurde er deutscher Staatsbürger, seinen permanenten Wohnsitz hatte er in Wuppertal, bevor er am 25. Februar 1964 bei einem Flugzeugunglück ums Leben kam. Aus seinem Familiennamen notieren Sie bitte: den siebten und letzten Buchstaben.

R - Kenneth Spencer 

6. Frage
Auch das finale Musikstück der Sendung ist ein Calypso. 1951 nahm Aldwyn Roberts alias Lord Kitchener das Stück "If You’re Not White, You’re Black" auf. Im Text erklärt er einem ebenfalls afrikastämmigen Mitmenschen, dass er sich noch so sehr bemühen könne, europäisch zu wirken – die Europäer würden in ihm doch immer den Afrikaner sehen. Dazu gesucht wird: das Fremdwort für die Angst von den bzw. dem Fremden (oder dem, den, bzw. was man dafür hält). Aus diesem Fremdwort, das schon durch den ersten Buchstaben als Wort griechischer Herkunft markiert wird, soll notiert werden: der zweite oder der letzte Buchstabe.

E - Xenophobie 

Das Sonntagsrätsel-Team erreichen Sie per E-Mail sonntagsraetsel@deutschlandfunkkultur.de oder per Post an Deutschlandfunk Kultur – Sonntagsrätsel – Postfach 10819 Berlin oder Sie schicken ein Fax an die Nummer: 030 – 8503 29 5608.

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