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Sonntagsrätsel / Archiv | Beitrag vom 08.12.2019

Auflösung der 2733. AusgabeGesucht wurde: normal

Von Ralf Bei der Kellen

Alte Bleilettern bilden das Wort "NORMAL". (imago / imagebroker)
Alte Bleilettern bilden das Wort "NORMAL". (imago / imagebroker)

Das Adjektiv bedeutet, das etwas einer Norm entspricht. Im Bezug auf Menschen macht das wenig Sinn. Zwar freut man sich über eine normale Leberfunktion, aber ansonsten sind wir alle Individuen – jeder Mensch ein kleines Universum für sich.

Der 3. Dezember ist der "Internationale Tag der Menschen mit Behinderung". In dieser Ausgabe des Sonntagsrätsels geht es um Musiker, die durch körperliche Einschränkungen besonders herausgefordert sind – und (trotzdem) Erfolg haben bzw. hatten.

1. Frage
Der erste Künstler hat eine der erstaunlichsten Herausforderungen überhaupt gemeistert. Der 1991 geborene Felix Klieser kam ohne Arme zur Welt. Dennoch äußerte er bereits früh den Wunsch, ein bestimmtes Instrument zu spielen. Heute gehört er zu den herausragenden Virtuosen auf diesem Instrument. In der Sendung zu hören war er im Trio mit dem "Très Modéré" aus den "Quatre Petites Pièces" des französischen Komponisten Charles Koechlin. Und welches Instrument spielt Felix Klieser? Von seinem Namen soll notiert werden: der letzte Buchstabe.

N - Horn 

2. Frage
Die Einschränkung eines Sinnesorgans wird oft durch die starke Ausbildung einer anderen Sinneswahrnehmung (zumindest teilweise) kompensiert. Vielleicht gibt es deshalb so viele blinde Musiker. Musik Nr. 2 ist ein Hit aus dem Jahr 1967: "I Was Made To Love Her". Gesucht wird: der blinde Musiker afroamerikanischer Herkunft. Geboren wurde er am 13. Mai 1950. Aus seinem Künstlernachnamen soll aufgeschrieben werden: der zweite Buchstabe.

O - Stevie Wonder 

3. Frage
Der in Wien geborene Pianist Paul Wittgenstein, der ältere Bruder des Philosophen Ludwig Wittgenstein, verlor im 1. Weltkrieg seinen rechten Arm. Was ihn aber nicht daran hinderte, seine Karriere einhändig fortzusetzen. Richard Strauss, Paul Hindemith, Benjamin Britten und viele andere schrieben Stücke für ihn. Die berühmteste Komposition für Paul Wittgenstein ist sicher das Klavierkonzert in D-Dur, das "Concerto für die linke Hand" von 1929. Und welcher französische Komponist schrieb das Stück? Geboren wurde er am 7. März 1875 in Ciboure, gestorben ist er am 28. Dezember 1937 in Paris. Den gesuchten Buchstaben finden Sie in seinem Familiennamen an erster oder in seinem Vornamen an vierter Stelle.

R - Maurice Ravel 

4. Frage
Gesucht wird: ein Sänger. Dieser Afroamerikaner litt am sogenannten Kallmann-Syndrom. Das bedeutet: die Produktion von Sexualhormonen blieb aus, er kam quasi nicht in die Pubertät und erlebte ergo auch keinen Stimmbruch. Als Sänger blieb er zwischen Sopran und Alt, wer ihn nicht sah, dachte oft, es sänge eine Frau. Das veranlasste seine Plattenfirmen oft dazu, Frauen auf den Hüllen seiner Alben abzubilden – was den gesuchten Mann natürlich frustrierte. Lionel Hampton, in dessen Band er sang, gab ihm den wenig schmeichelhaften Beinamen "Little", da er bis zu seinem 37. Lebensjahr nur 140 cm groß war. In den 1970er Jahren entsagte er der Musik und arbeitete u.a. als Liftboy. In den früher 1990ern wurde er wiederentdeckt und begann eine zweite Karriere. In der Sendung zu hören war er mit dem Stück "Everybody’s Somebody’s Fool" von 1960. Aus dem Künstlervornamen dieses am 17. Juli 1925 geborenen und am 12. Juni 2014 gestorbenen Sängers wird gesucht: der dritte oder der vierte Buchstabe.

M - (Little) Jimmy Scott 

5. Frage
Auf eine hohe Männerstimme folgt: ein Bassbariton. Aufgrund einer Schädigung durch das Beruhigungsmittel Contergan wurde er nur 134 cm groß. Seine Stimme ist aber eine ganz große. Geboren wurde der gesuchte Sänger am 9. November 1959 in Hildesheim. In der Sendung zu hören war er mit dem Lied "Freisinn" von Robert Schumann. Der fünfte Buchstabe aus dem Vornamen des Sängers ist der fünfte Buchstabe des Lösungswortes. Alternativ können Sie auch den dritten Buchstaben aus seinem Familiennamen nehmen.  

A - Thomas Quasthoff 

6. Frage
Dass man als Gitarrist auch mit weniger als fünf Fingern auskommen kann, belegte der Jazzvirtuose Django Reinhardt. Auch dem Gitarristen und Sänger Jerry Garcia fehlte ein Finger. Im Rätsel zu hören war er mit seiner Band und dem Lied "Unbroken Chain". Und wie hieß die Band? Wenn Sie den bestimmten Artikel weglassen, besteht der Name aus zwei Wörtern. Notiert werden soll: der letzte Buchstabe des ersten Wortes.

L - Grateful Dead 

Das Sonntagsrätsel-Team erreichen Sie per E-Mail sonntagsraetsel@deutschlandfunkkultur.de oder per Post: Deutschlandfunk Kultur – Sonntagsrätsel – Postfach 10819 Berlin oder Sie schicken ein Fax an die Nummer: 030 8503 29 5608.

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