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Interview / Archiv | Beitrag vom 29.10.2014

Arbeitgeber Bundeswehr Zweifel an der Kampagne

Ex-Wehrbeauftragte Claire Marienfeld hält es für fraglich, dass mehr Nachwuchs gewonnen wird

Moderation: Miriam Rossius und Jörg Degenhardt

Bundeswehrsoldaten in Kundus (dpa / picture-alliance / Michael Kappeler)
Der Bundeswehr mangelt es massiv an Nachwuchskräften (dpa / picture-alliance / Michael Kappeler)

Verteidigungsministerin von der Leyen will die Bundeswehr zu einem der attraktivsten Arbeitgeber machen. Dass das gelingt, hält die ehemalige Wehrbeauftragte Claire Marienfeld für fraglich. Größtes Problem sei der Wegfall der Wehrpflicht.

Die ehemalige Wehrbeauftragte des Bundestags, Claire Marienfeld (CDU), zweifelt am Erfolg der von der Bundesregierung auf den Weg gebrachten Kampagne für eine attraktivere Bundeswehr. Das größte Problem sei der Wegfall der Wehrpflicht, so Marienfeld. Dadurch sei die Möglichkeit genommen worden, "dass junge Menschen die Bundeswehr kennenlernen konnten und sich dann eventuell weiterverpflichtet" hätten: "Die Berufssoldaten wurden auch zu einem großen Teil aus den Wehrpflichtigen rekrutiert." Nun sei die Nachwuchsgewinnung schwerer geworden.

Finanzieller Ausgleich für Auslandseinsätze notwendig

Gleichwohl befürwortete Marienfeld einzelne Aspekte der Pläne - wie eine verbesserte Altersversorgung von Soldaten und den Ausbau von Kitas in der Bundeswehr. Die CDU-Politikerin machte deutlich, dass vor allem ein angemessener finanzieller Ausgleich für riskante Auslandseinsätze weiter notwendig sei. Auch müsse im Todesfall die Versorgung der Angehörigen ausreichend geregelt werden.

Mehr zum Thema:

Bundeswehr - Der Soldatenberuf soll attraktiver werden
(Deutschlandfunk, Aktuell, 29.10.2014)

Reform - Welche Bundeswehr wollen wir?
(Deutschlandradio Kultur, Kommentar, 11.10.2014)

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