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Tonart | Beitrag vom 14.11.2017

Anne-Sophie Mutter spielt SchubertPfeilschnell wie eine Forelle

Anne-Sophie Mutter im Gespräch mit Haino Rindler

Die deutsche Geigerin Anne-Sophie Mutter, Mai 2012 bei einem Konzert in Washington
Die deutsche Geigerin Anne-Sophie Mutter

"Das Forellenquintett ist ein sehr fröhliches, ein überschäumend spritziges Werk", sagt Anne-Sophie Mutter. Nun hat sie gemeinsam mit dem russischen Pianisten Daniil Trifonov das Werk von Franz Schubert aufgenommen.

Der russische Pianist Daniil Trifonov ist zurzeit in aller Munde. Er spielt Rachmaninow, er spielt Chopin und die Welt liegt ihm zu Füßen. Daniil Trifonov ist der Ekstatiker unter den Pianisten. Nun hat auch die Geigerin Anne-Sophie Mutter, selbst eine Ausnahme-Erscheinung als Musikerin und Autorität in Sachen Talentförderung die Zusammenarbeit mit Trifonov gesucht. Zusammen mit drei weiteren Musikern hat sie das Forellenquintett von Franz Schubert eingespielt – nicht gerade ein naheliegender Gedanke.

Tief, filigran und zurückgenommen

"Das Forellenquintett ist ein sehr fröhliches, ein überschäumend spritziges Werk", betont Anne-Sophie Mutter im Gespräch mit Deutschlandfunk Kultur, und A-Dur, die Tonart in der das Werk geschrieben ist, sei ja auch eine sehr lichte Tonart. "Wie es im Lied so schön heißt: Sie schnellt pfeilschnell dahin."

Grundsätzlich schätzt Anne-Sophie Mutter an Franz Schubert vor allem die emotionale Tiefe, das Filigrane und das Zurückgenommene. Die Idee, das Forellenquintett nun endlich einmal aufzunehmen, entstand erst durch die Begegnung mit dem hochtalentierten Daniil Trifnov, dessen Anschlag für Schubert-Interpretationen prädestiniert sei und den die Geigerin nach einem seiner Konzerte direkt ansprach und somit die Zusammenarbeit ins Rollen brachte, wie sie im Gespräch erzählt.

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