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Fazit / Archiv | Beitrag vom 21.02.2018

"An End to Antisemitism!" - Konferenz in Wien"Antisemitismus ist irrational"

Armin Lange im Gespräch mit Vladimir Balzer

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Teilnehmer einer Demonstration verbrennen am 10.12.2017 eine selbstgemalte Fahne mit einem Davidstern in Berlin im Stadtteil Neukölln. Die geplante Verlegung der US-Botschaft in Israel von Tel Aviv nach Jerusalem sorgte auch in Berlin für Proteste. Bei den pro-palästinensischen Demonstrationen wurden Fahnen mit dem Davidstern angezündet. (picture alliance / dpa / Jüdisches Forum für Demokratie und gegen Antisemitismus)
Auch in Deutschland nimmt die Judenfeindlichkeit zu. Teilnehmer einer Demonstration verbrennen eine Fahne mit einem Davidstern in Berlin im Stadtteil Neukölln. (picture alliance / dpa / Jüdisches Forum für Demokratie und gegen Antisemitismus)

Wieso und ob der Antisemitismus weltweit wieder zunimmt und wie man diesen Trend umkehren kann, damit befasst sich eine Konferenz in Wien. Der Organisator der Veranstaltung, Armin Lange, hat konkrete Vorschläge, die für alle Gesellschaften einen Gewinn bedeuten könnten.

Auf die Frage, wie man Vorurteilen gegen Juden begegnen kann, hat Armin Lange eine einfache Antwort:

"Man muss an die Stelle der Religion des Hasses, eine Religion der Liebe setzen".

Dazu müssten allerdings die Kirchen und Moscheen eine zentrale Rolle spielen und die Imame und Pfarrer dies predigen. Die Gläubigen sollten erinnert werden, dass der zentrale Bestandteil - sowohl des Islams, als auch des Christentums - die Liebe sei.

Chance für alle in der Gesellschaft

Das Phänomen, dass durch die Flüchtlingsströme aus islamischen Ländern eine andere Erinnerungskultur bzw. keine Erinnerungskultur über den Holocaust Eingang in Europa gefunden hat, könne nicht nur durch Aufklärung begegnet werden:

"Das ist zu wenig. Wir können dem Antisemitismus nur begegnen, wenn wir Alternativen zur Vorstellung über das Judentum schon im Kindergartenalter beginnen".

Dies sei ein langer und schwerer Prozess und verspreche keine schnellen Lösungen. "Dies ist über die Bedrohung des Judentum hinaus eine ganz wichtige gesellschaftliche Aufgabe. Denn es leidet nicht nur das Judentum, sondern unsere Gesellschaften unter diesem Hass". 

"Wenn wir eine Null-Toleranz-Politik gegen Intoleranz und Hass in die Tat umsetzen, dann hilft das letzendlich allen."

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