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Studio 9 | Beitrag vom 20.11.2015

Adele: "25"Vom "Break-up" zum "Make-up"-Album

Gabi Biesinger, ARD-Studio London

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Adeles CD "25" in einem Musikgeschäft (dpa/ picture-alliance/ Alexander Schippers)
Das neue Album "25" der Britin Adele ist im November 2015 erschienen. (dpa/ picture-alliance/ Alexander Schippers)

Die Engländerin Adele bringt heute ihre neue Platte "25" heraus. Das letzte Album "21" drehte sich vor allem um Trennung. Das neue nennt sie das "Make-up"-Album, denn sie sei nun mit sich im Reinen.

Mit der Vorab-Single "Hello", die in den Charts sofort an die Spitze schoss, hat sie einen kleinen Vorgeschmack geliefert. Jetzt endlich können Adele Fans in elf neuen Songs schwelgen. Zum Beispiel in der Ballade "When we were young". Musikkritiker sind sich schon im Vorfeld einig – der beste Song auf dem Album, das wird ein Klassiker. Adele klingt wie Barbara Streisand, Shirley Bassey, Dusty Springfield – große Melodien, große Gefühle - und vor allem: große Stimme.

Programmtipps: 12:07 Uhr Studio 9, 16:07 Uhr Tonart: Was macht die Sängerin zur Ausnahmeerscheinung?

Und auch Adele selbst liebt "When we were young": "Das ist mein Lieblingssong, ich bin so froh, dass die Leute ihn endlich hören können!"

Während ihr letztes Album "21" in der Musikwelt den Beinamen "Break-up"-Album kriegte, weil sich alle Songs um Trennung drehten, nennt Adele selbst ihre neue Platte jetzt ein "Make-up"-Album. Sie hat ihren Frieden gemacht, ist Mutter geworden, mit sich selbst im Reinen und schaut nach vorn:

"Vieles in meinem Leben hat sich verändert und das nicht nur wegen meiner Karriere. Ich bin einfach älter geworden. Und habe festgestellt, dass ich an meiner Vergangenheit hänge, einfach weil sie mein Leben war. Ich richte mich mit den Songs an alle Menschen, die ich liebe, nicht nur aus Liebesbeziehungen."   

Viele Songs übers Muttersein wurden gestrichen

Längst nicht alle Songs, die Adele in den vergangenen Jahren geschrieben hat, haben es auf die Platte geschafft. Sie hatte im Grunde ein halbes Album nur mit Songs über das Muttersein in der Schublade, aber da schob ihr Manager den Riegel vor schildert Adele: "zu langweilig!". Ein Song über ihren Sohn, Remedy, hat es dann aber doch auf die Platte geschafft.

Karibischer Groove, Balladen wie im 60er-Jahre-Kino-Melodram. Adele spielt auf "25" die ganze Gefühlspalette aus, immer mit einem Hauch Melancholie. Dass die emotionalen Songs die Fans in ihrem Innern erreichen merkt Adele immer wieder, wenn Wildfremde ihr auf der Straße ihr Herz ausschütten, in welcher bedrückenden Situation sie Adele-Songs gehört hätten und plötzlich losheulen – während Adele gerade das Häufchen ihres Hundes wegmacht. Das befreite raue Lachen ist wieder da. Dabei hat Adele mit dem Rauchen ganz und dem Trinken fast komplett aufgehört. Wer hätte das je gedacht, fragt sie sich selbst.

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