90 Jahre Radio

Literatur im Radio

Literatur im Radio - bald nur noch Nostalgie © Stock.XCHNG / mikael cronhamn
Von Knut Cordsen · 29.10.2013
Lange waren sie Verbündete: das Medium Hörfunk, Autoren und ihre literarischen Texte. Verändert die neue Netzkultur dieses Bündnis?
"Im Stau schlägt die Stunde der Literatur", schreibt der Dichter und Essayist Günter Kunert in seinem gerade erschienen Notizen-Buch "Tröstliche Katastrophen". Literatur im Radio sieht er als "ein letztes Lebenszeichen von notwendigem und dankenswertem Zusammenhalt jener, für die der Schriftsteller sich für den Hörer unvorstellbarer Mühen unterzieht, und dem in den medialen Hintergrund gedrängten Kunstwerk."

Lange waren Radio und Literatur Verbündete, der eine auch ein Mäzen des anderen. Wie ist es heutzutage im Zeitalter digitaler Dauerbefeuerung auf ganz unterschiedlichen Kommunikationskanälen um das Verhältnis von Radio und Literatur bestellt? Wie nehmen jüngere Schriftsteller und Verleger das Medium Rundfunk wahr und ernst? Fragen an Jo Lendle, Jörg Albrecht, Thomas Meinecke, Marcel Beyer und andere.