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Konzert / Archiv | Beitrag vom 07.10.2018

393. WartburgkonzertVon russischer Seele

Moderation: Ulrike Jährling

Logo Deutschlandfunk Kultur Wartburg Konzerte 2018 Saison 2018 61.Jahrgang (Deutschlandradio)
Auch in diesem Jahr eine Art Rundfunkstudio: der Festsaal im Palais der Wartburg in Eisenach (Deutschlandradio)

Sie ist die geschichtsträchtigste Rundfunk-Konzert-Reihe, die der Rundfunk seit über 60 Jahren im Festsaal des Palas der Wartburg für unsere Konzertsendungen organisiert. Dieses Mal sind russische Stimmen apart mit Klavier und Violoncello kombiniert.

Die Wartburgkonzerte feiern in idesem Jahr ihren 60. Geburtstag. Seit dem werden im historischen Festsaal für den Rundfunk Konzerte organisiert und übertragen. Heute dürfen wir das 393. Wartburgkkonzert präsentieren.

Festsaal der Wartburg (Netzwerk Neue Musik e.V., Foto: Wolf-Dieter Gericke)Festsaal der Wartburg (Netzwerk Neue Musik e.V., Foto: Wolf-Dieter Gericke)

Von jeher war die Musiksprache Russlands vom liturgischen Repertoire der orthodoxen Kirche und von den Liedern und Tänzen der vielfältigen Volkstradition geprägt. Aber im 17. Jahrhundert wurde der Einfluss der westlichen Kultur zunehmend spürbar und immer mehr prägend - für mehrere Generationen dominierten dann italienische und deutsche Namen in den Führungspositionen der höfischen und bald auch der bürgerlichen Musikinstitutionen - bis Michael Glinka neue Impulse gab.

Der russische Komponist Michail Iwanowitsch Glinka in einer zeitgenössischen Darstellung. (dpa / picture alliance / Tass)Der russische Komponist Michail Iwanowitsch Glinka in einer zeitgenössischen Darstellung. (dpa / picture alliance / Tass)

Er war lange in Deutschland und in Italien unterwegs gewesen, als er schließlich seine Oper "Ein Leben für den Zaren" komponierte. Sie gilt als erste russische Oper. Damit zog das Nationalbewusste in die Musik seiner Landsleute wieder ein und stieß Nachfolgegenerationen an, das russische Idiom mehr in ihre Werke auf zu nehmen. Im folgenden Programm werden diese Bestrebungen in den Werken von Glinka bis Prokofjew deutlich zu hören sein.

Ekaterina Antonenko, Gründerin und Leiterin des Moskauer Vokalensembles "Intrada" (Ekaterina Antonenko / Ira Poljarnaja)Ekaterina Antonenko, Gründerin und Leiterin des Moskauer Vokalensembles "Intrada" (Ekaterina Antonenko / Ira Poljarnaja)

Ekaterina Antonenko studierte Chorleitung an der Musikakadmie des Peter-Iljitsch-Tschaikowski-Konservatoriums in Moskau und in Köln, promovierte dann im Jahr 2013. Ihr Vokalensemble "Intrada" gründete sie 2006, das Alte wie romantische Musik zur Aufführung in ganz Europa bringt.

Aufzeichnung des Konzertes vom 15. September 2018 im Festsaal des Palas der Wartburg, Eisenach

Michail Glinka
Cherubim-Gesang

Peter Tschaikowsky
Die Legende
Die Nachtigall

Anton Arenski
Drei Vokalquartette op. 57

Sergej Rachmaninow
Pantelej, der Heiler

John Taverner
Swjati

Modest Mussorgski
Jesus Navin
Die Niederlage des Sennacherib

Sergej Rachmaninow
Der Engel op. 15 Nr. 6
Die Insel op. 14 Nr. 2

Sergej Prokofjew
Der weiße Schwan op. 7 Nr. 1

Sergej Tanejew
Siehe, welch' Nebel op. 27 Nr. 4

Sergej Rachmaninow
Frühlingswasser

Ewgeni Rumjantsew, Violoncello
Ewgeni Sopin, Klavier
Intrada Moskau
Leitung: Ekaterina Antonenko

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