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Sonntagmorgen | Beitrag vom 20.09.2015

Weibliche VornamenDer unsichtbare Personalausweis

Von Oliver Schwesig

Ein Bildnis der Jungfrau Maria in de Sophienkathedrale in Kiew (dpa / pa / Dolzhenko)
Ein Bildnis der Jungfrau Maria in de Sophienkathedrale in Kiew (dpa / pa / Dolzhenko)

Euridike, Ariadne, Julia – wer etwas auf sich hält und hielt, gibt dem weiblichen Nachwuchs nicht nur irgendeinen Namen. Bedeutsam muss er sein. Im Idealfall bepackt mit einem Mythos, entlehnt einer Sage oder aus einem Film. Damit das Umfeld sehen kann: Diese kleine Dame ist zu Großem berufen.

Ansprechbar soll der Mensch sein, deshalb hat jeder einen, den Vornamen. Das ist die erste und wichtigste Funktion dieses kleinen Wortes. Doch schon in der Antike, als die großen Philosophen ihre Epen schrieben, bekamen, besonders die Frauen und Mädchen der Geschichten, Eigenschaften, die seitdem irgendwie mit dem Namen verbunden sind.

Das selbe traf auch für die Namen aus der Bibel zu. Ariadne, Rahel, Maria, jeder hat eine eigene Bedeutung oder Geschichte. Und auch später, in der Literatur, der Kunst oder in der Musik wurde aus simplen weiblichen Vornamen plötzlich ein eigener Kosmos. Julia bei Shakespeare, Julia bei den Beatles, Carmen bei Bizet, Nora bei Ibsen, Mona Lisa bei da Vinci. Mehr noch, manchen kleinen Damen wurden bei der Taufe mit dem Namen gleich Charakterzüge mitgegeben. Schönheit, Freude, Wärme, Liebe – für all diese Dinge gibt es namentliche Entsprechungen.

So kann man durch Literatur, Kunst und Musik streifend, eine kleine Kulturgeschichte der Menschheit erzählen. Eine Sendung, die den Bedeutungen und Geschichten der weiblichen Vornamen nachspürt in Gedanken und Liedern.

Musikalisches Histörchen

Karen Carpenter wog 96 Pfund als sie sich am 20. September 1982 selbst aus dem Lennox Hill Hospital in New York entließ. Bereits im Januar des Jahres war sie nach New York gezogen um sich hier von Doktor Steven Levenkron gegen ihre Magersucht behandeln zu lassen. Doch selbst der bekannteste Experte für diese Krankheit konnte ihr nicht helfen und so musste Karen Carpenter ins Krankenhaus. Die dortige Behandlung schlag etwas an und die Nachbehandlung bei Levenkron war auch erfolgreich, so dass sie im November 1982 wieder nach Los Angeles konnte und sich auch sofort wieder in die Arbeit stürzte. Ihre Karriere sollte weitergehen. Einen letzten Auftritt hatte Karen Carpenter im Dezember 1982 in ihrer Patenschule in Downey.

Am 4. Februar 1983 fand man sie bewusstlos in der Wohnung ihrer Eltern. Obwohl sie sofort ins Krankenhaus kam, konnte man ihr dort nicht mehr helfen. Sie verstarb – so jedenfalls der Autopsie Bericht – an einem Herzinfarkt, ausgelöst durch das Medikament Emetin, das von Magersüchtigen benutzt wird um Erbrechen auszulösen.

Sie können das Sonntagmorgen-Team jederzeit per E-Mail über sonntagmorgen@deutschlandradiokultur.de erreichen. 

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