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Literatur / Archiv | Beitrag vom 25.02.2014

SchweizBrüchige Alpidyllen

Ein Besuch bei rätoromanischen Schriftstellern

Von Susanne von Schenck

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Die Schweizer Flagge weht nahe dem Jungfraujoch in den Berner Alpen in der Schweiz (picture alliance / ZB)
Schweizer Flagge weht in den Berner Alpen (picture alliance / ZB)

Die vierte Landessprache der Schweiz ist vom Aussterben bedroht. Trotzdem hat sich eine kleine, feine Literatur entwickelt.

Vallader, Putèr, Sursilvan, Sutsilvan und Surmiran - so heißen die fünf Idiome des Räto- oder Bündnerromanischen, der vierten Landessprache der Schweiz. Für Arno Carmenisch, Autor zeitgemäßer alpiner Anti-Idyllen, ist die Sprache, die noch von gut 35.000 Menschen gesprochen wird, vom Aussterben bedroht.

Aber allen Unkenrufen zum Trotz hat sich in der rätoromanischen Schweiz eine kleine, feine Literatur entwickelt: Oscar Peer schildert abgründige Geschichten aus der archaischen Bergwelt. Pia Solèr fühlt sich in ihrer Berghütte weniger allein als in Los Angeles oder in China. Und Leo Tuor, schreibender Alphirt aus dem abgeschiedenen Val Surrein, möchte die Sprache erhalten. Für die Alpenrepublik ist die vierte Literatur des Landes das Richtmaß für den kulturellen Föderalismus. Ein Besuch bei Schriftstellern, Verlegern, Übersetzern und Förderern des Rätoromanischen.

Manuskript zur Sendung als PDF und im barrierefreien Textformat.

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