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Sonntagsrätsel | Beitrag vom 13.08.2017

Rätseln Sie mit!Seid umschlungen, Millionen!

Moderation: Ralf Bei der Kellen

Fragezeichen (dpa / picture alliance / Boris Roessler)
Fragen über Fragen: Rätseln Sie mit! (dpa / picture alliance / Boris Roessler)

Das Rätselwort ist ein Substantiv, es hat sieben Buchstaben und drei Silben und stammt aus dem Französischen. Wenn Sie einen der Konsonanten austauschen, erhalten Sie das Gegenteil.

1. Frage
Am 13. August vor 56 Jahren, ebenfalls an einem Sonntag, begann der Bau der Berliner Mauer. Anfang der 1960er Jahre gab es ja noch eine ganze Reihe Sendungen, für die eigene Lieder komponiert wurden. Im RIAS produzierte man damals eine Art kabarettistisches Monatsmagazin, die "Rückblende". Die Redaktion der Sendung oblag Hans Rosenthal. Die September-Ausgabe stand ganz im Zeichen des Mauerbaus, der auch in einem der Lieder vorkommt: "Die Zeche zahlt immer der kleine Mann". Wer genau Musik und/oder Text verantwortet hat, lässt sich heute nicht mehr rekonstruieren. Als Mitwirkende sind unter anderen Curth Flatow, Dieter Hildebrandt, Horst Pillau, Klaus-Peter Schreiner und Rolf Ulrich angegeben. Wissen Sie, wer der Sänger ist? Bekannt war er vor allem als Kabarettist, 1969 wechselte er von den Stachelschweinen zur Münchner Lach- und Schießgesellschaft. Der Mann war übrigens auch ein großartiger Imitator des damaligen Bürgermeisters Willy Brandt. Von seinem Familiennamen, den es auch in Gebäckform gibt, notieren Sie bitte den fünften oder den achten Buchstaben.

2. Frage
Wie so oft im Ätherkrieg zwischen Ost und West legte eine Seite vor – und die andere reagierte. Natürlich gab es auch im Rundfunk der DDR eine Satiresendung, dort hieß sie "Das Brennglas". Und hier wurde am 24. September ein Lied ausgestrahlt, das die Berichte über Menschen, die auf der Flucht von Ost nach West umgekommen waren, als Propaganda darstellte. Der Titel: "Die Leiche aus der Meisenstraße 8". Aufgenommen hatte es der Monitordienst des RIAS – und so überlebte diese im doppelten Sinne grenzwertige Nummer in den Archiven. Dazu die Frage: In welcher Straße lag im Berliner Stadtteil Oberschöneweide das Funkhaus des Rundfunks der DDR? Der Straßenname ist heute quasi Synonym mit dem Funkhaus. Vom Namen brauchen Sie den ersten Buchstaben.

3. Frage
Nach dem Bau der Mauer kam diese und die innerdeutsche Grenze in der deutschsprachigen Popmusik des Öfteren vor – zumindest in der Westdeutschen. In der Popmusik der DDR ging das natürlich nicht. Trotzdem versuchte es 1974 die Gruppe Renft. Auf der Liste der Lieder, die sie für ihr drittes Album aufnehmen wollten, befand sich auch die "Rockballade vom kleinen Otto". Texter Gerulf Pannach muss eigentlich klar gewesen sein, dass selbst nach dem Tauwetter der Weltjugendfestspiele von 1973, kein Zensor diesen Text durchgehen lassen würde. Und so kam es dann auch. Erst erhielt der regimekritische Pannach Auftrittsverbot, und als Renft weiter mit ihm Konzerte veranstalteten, auch die Gruppe selbst. Eine Privataufnahme der "Rockballade" gelangte dann 1975 nach Westdeutschland. Welchen Vornamen trug Bassist und Bandgründer Renft, der mit bürgerlichem Namen Jentzsch hieß? Von diesem benötigen Sie die ersten beiden Buchstaben.

4. Frage
Im Westen war derjenige Popmusiker, der am meisten über die Trennung sang, wahrscheinlich Udo Lindenberg. 1972 schrieb er eines seiner bekanntesten Lieder "Wir wollen doch einfach nur zusammen sein", bekannt geworden als "Mädchen aus Ostberlin". Und das, so schrieb es Lindenberg in seiner Autobiographie, habe es wirklich gegeben. 1972 habe er sie am Bahnhof Friedrichstraße getroffen. Als er sie dann 1973 mit in den Westen nehmen wollte, kommt die Stasi dazwischen, die das Mädchen vielleicht sogar auf ihn angesetzt hat. Was auch immer an der Geschichte dran ist, auf jeden Fall hat sie uns eins der schönsten Lieder beschert, die es in Lindenbergs Ouevre gibt. In welcher Ostdeutschen Stadt wollte Udo Lindenberg in einem anderen Lied eine "Rock’n’Roll-Arena" bauen lassen? Vom Namen der Stadt schreiben Sie den vierten, den letzten Buchstaben auf.

5. Frage
In den 1970er Jahren etablierte sich West-Berlin – nicht zuletzt durch das berühmte Hansa-Studio – auch bei internationalen Rockgrößen zunehmend als Ort, an dem Geschichte geschrieben wird. Allen voran war da natürlich immer David Bowie, der mit seinem Kollegen und Freund Iggy Pop in der Hauptstraße in Schöneberg gewohnt hat. Als erster aus diesem Kreis erwähnte die Stadt allerdings ihr gemeinsamer Freund Lou Reed. Er hatte 1973 das Album "Berlin" aufgenommen – allerdings ohne jemals in der Stadt gewesen zu sein. Er habe sich da eher von Christopher Isherwood und der Dreigroschenoper inspirieren lassen, sagte er später. In welcher Band spielte Lou Reed, bevor er sich als Solokünstler etablierte? Von ihrem Namen notieren Sie bitte den ersten Buchstaben.

6. Frage
Dieser Kabarettist hat neben Wolfgang Neuss über Jahrzehnte die Geschicke der Stadt auf Westseite kommentiert und war damit lange Jahre ein guter Kollege des heute zuerst gehörten Künstlers. 1994 kommentierte er den Fall der Mauer in einem Lied mit dem Titel "Die Menschen vergessen zu schnell" von einem Album mit dem seltsamen Titel "Durch die Blume gesungen". Wie hieß der Mann? Geboren 1926 in Rathenow, gestorben 2002 in Berlin. Sie kannten ihn vielleicht als Schruppke oder als Fritze Flink. Sie brauchen aus seinem Familiennamen den fünften Buchstaben.

Schreiben Sie Ihre Lösung bis Mittwoch, den 23. August 2017, bitte per Post an:

Deutschlandradio Kultur
Sonntagsrätsel
Postfach
10819 Berlin

oder Sie schicken uns ein Fax an die Nummer: 030 - 8503 - 29 - 5608 oder eine E-Mail an: sonntagsraetsel@deutschlandfunkkultur.de.

Sonntagsrätsel

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