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Sonntag, 19.11.2017

Literatur / Archiv | Beitrag vom 06.06.2010

"Man hat die Freiheit, die man sich nimmt"

Neue Enthüllungen über die Bespitzelung der "Aktionsgruppe Banat"

Von Sabina Kienlechner

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Die Schriftstellerin Herta Müller  (AP)
Die Schriftstellerin Herta Müller (AP)

Als ihr der Nobelpreis verliehen wurde, sagte Herta Müller in ihrer Stockholmer Tischrede: "Zum Glück traf ich junge Dichter der 'Aktionsgruppe Banat'. Ohne sie hätte ich keine Bücher gelesen und keine geschrieben und die Repressalien nicht ausgehalten."

Diese jungen Dichter, wie Herta Müller Angehörige der deutschsprachigen rumänischen Minderheit, hofften in den frühen 70er-Jahren, mit ihren frechen, engagierten Gedichten Rumänien auf den Weg eines besseren Sozialismus bringen zu können. Sie erregten das Aufsehen der Securitate, die mit Hilfe von Spitzelberichten, Verhören und Verhaftungen die Aktionsgruppe so sehr unter Druck setzte und unterwanderte, dass sie nach einigen Jahren zerbrach.

Die geheimen Akten sind erst jetzt, nach 30 Jahren, zugänglich - und geben endlich auch die Identität derer preis, die am Untergang mitgewirkt haben.

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