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Zeitfragen / Archiv | Beitrag vom 21.04.2016

Männer zwischen Job und FamilieRevolution in Vaterland

Von Tabea Grzeszyk und Lotta Wieden

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Ein Vater hält seine drei Monate alte Tochter im Arm. (picture alliance / dpa)
Was macht eine gute Vater-Kind-Beziehung aus? (picture alliance / dpa)

Rollenbild im Wandel: In den letzten Jahren möchten Männer zunehmend eine partnerschaftliche Aufteilung der Familienarbeit. Doch in der Praxis bleiben Erwerbsarbeit und Kinderbetreuung zwischen Vätern und Müttern in Deutschland ungleich verteilt.

"Ich will nicht werden, was mein Alter ist!", sang Rio Reiser 1971 auf dem ersten Studioalbum der Band Ton Steine Scherben - eine Absage an das Rollenmodell vom Vater als Familienoberhaupt, ewigen Malocher und Ernährer und an eine Generation von Männern, die das Kinder großziehen weitgehend den Frauen überließ. Heute, zeigt eine Studie im Bundesfamilienministerium, geben rund 70 Prozent der Väter an, sich stärker als ihre eigenen Väter für ihre Kinder zu engagieren. Fast 80 Prozent wünschen sich mehr Zeit für ihre Familie, jeder zweite würde dafür seine Arbeitszeit reduzieren.

Wunsch und Praxis klaffen auseinander

In den letzten Jahren haben sich Männer zunehmend in Organisationen und Vereinen zusammengeschlossen, um ihren Wunsch nach einer aktiven Vaterschaft politisch zu vertreten. Im Gegensatz zu anti-feministischen Gruppen, die einer konservativen Rollenverteilung der Geschlechter nachtrauern, kämpfen die neuen Väter für eine partnerschaftliche Aufteilung der Familienarbeit. Doch in der Praxis bleiben Erwerbsarbeit und Kinderbetreuung zwischen Vätern und Müttern in Deutschland ungleich verteilt. Woran liegt das? Welche gesellschaftspolitischen Veränderungen könnten Abhilfe schaffen? Und was macht eine gute Vater-Kind-Beziehung überhaupt aus?

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