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Dienstag, 21.11.2017

Sonntagmorgen | Beitrag vom 08.01.2017

FrostWenn der eisige Griff uns packt

Moderation: Matthias Hanselmann

Einbruchgefahr: Eisläufer auf einem fast zugefrorenen See (imago/Horst Rudel)
Einbruchgefahr: Eisläufer auf einem fast zugefrorenen See (imago/Horst Rudel)

"Oft hat Sophie Frost gebracht und manche Pflanze tot gemacht." Diese Bauernregel warnt davor, dass das milde Frühlingswetter im Mai erst mit Ablauf der "kalten Sophie" stabil bleibt. Wir widmen schon jetzt unsere Sendung dem Frost.

"Oft hat Sophie Frost gebracht und manche Pflanze tot gemacht." Diese Bauernregel warnt davor, dass das milde Frühlingswetter im Mai erst mit Ablauf der "kalten Sophie" stabil bleibt. Vorher könnte ein später Bodenfrost die Aussaat vernichten.

Und tatsächlich: bis Ende Mai kann er noch plötzlich auftauchen, der Frost.

Das Thema Frost ist oft mit negativen Assoziationen verbunden. Es gilt, sich vor Kälte zu schützen, vor Glätte in Acht zu nehmen, man muss mit höheren Energiekosten rechnen oder mit Einschränkungen in der Mobilität. Wer aber schon einmal auf Schlittschuhen über einen spiegelglatten See gefahren ist, war schnell versöhnt.

Minus 89,2 Grad in der Antarkis 

Die niedrigste jemals in Deutschland offiziell gemessene Temperatur wurde übrigens am 12. Februar 1929 im Kreis Pfaffenhofen in Oberbayern gemessen: minus 37,8 Grad. Diese Zahl stammt vom Deutschen Wetterdienst. Sie schließt natürlich nicht aus, dass es anderswo in Deutschland noch kälter war, nur eben ungemessen. Weltweit gesehen sind aber noch viel tiefere Temperaturen möglich. So wurden in Wostok in der Antarktis schon eisig kalte minus 89,2 Grad gemessen.

Der Frost spielt auch in unserer Gefühlswelt eine Rolle, und damit in der Popmusik. "Ein böses Wort verletzt wie sechs Monate Frost" sagt ein chinesisches Sprichwort, entsprechend wird eingefrorene Liebe oder eiskaltes Verhalten besungen - oft mit durchaus heißer musikalischer Begleitung!


Musikalische Histörchen zum Nachhören:

Dame Shirley Bassey wurde am 8. Januar 1937 in Cardiff, Wales, geboren. Ihren Kultstatus erlangte sie mit Songs zu James Bond-Filmen. Als einzige Interpretin hat sie drei der Bond-Song gesungen, ein Rekord, der ihr wohl nicht mehr zu nehmen sein wird. Nach Lehrjahre in den Pubs von Tiger Bay, in den 50er Jahren des vorigen Jahrhunderts, noch ein hartes Viertel der Hafenstadt, gelang ihr mit der Single "Burn My Candle" 1956 der Durchbruch. Ein Jahr später konnte Bassey mit ihrer Version des "Banana Boat Songs" dann Platz 8 der britischen Charts erobern und hatte es endgültig geschafft. Wieder ein Jahr später stand sie dann mit "Kiss Me, Honey Honey, Kiss Me" auf Platz Eins, den sie vier Wochen lang verteidigen konnte. Ihren internationalen Durchbruch hatte Shirley Bassey mit dem Titelsong zu "Goldfinger" dem dritten James Bond-Film, es folgten noch die Songs zu "Diamantenfieber" und "Moonraker – Streng geheim".

Mit Beginn der 70er Jahre wurde es ruhiger um die Sängerin aus Wales mit nigerianisch-west-indischen Wurzeln. Zwar konnte sie ab und an noch ein paar Hits auf den Markt bringen, doch die wirklich großen Erfolge blieben aus. Geblieben ist ihr in dieser Zeit aber die Bewunderung durch das britische Königshaus. Im Dezember 1999 wurde sie von Königin Elisabeth II. zur Dame Commander of the British Empire geschlagen. Anlässlich des 90. Geburtstags der Königin trat sie 2016 wieder vor Elisabeth II. auf und sang dort "Diamonds Are Forever".


Rätsel im Sonntagmorgen zum Nachhören:

JackFrost And The Hooded Crow" von  Jethro Tull

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Brilliant oder Bullshit zum Nachhören:

Okay, 2016 war Scheiße. Aber 2017 wird gut. Ganz sicher. Dafür sorgen der Innenminister als Experte für Fake-News, der Ernährungsminister als Experte für Fake-Wurst und die Polizei als Experten für Fake-Rassismus. Sicher ist sicher.

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