Seit 17:00 Uhr Nachrichten
 
  • facebook
  •  
  • twitter
  •  
  • instagram
  •  
  • spotify
 
Seit 17:00 Uhr Nachrichten
 
 

Kulturnachrichten

Samstag, 17. Januar 2015

Ansturm auf "Charlie Hebdo" in Deutschland

Trotz stundenlangen Wartens gingen viele leer aus

Das französische Satiremagazin «Charlie Hebdo» war heute in Deutschland in Minutenschnelle ausverkauft. Es gab nur wenige Exemplare in den Läden. Viele Interessierte gingen leer aus.
Die Kioske und Geschäfte waren nur mit einer extrem limitierten Stückzahl beliefert worden, andere bekamen gar keine Exemplare und mussten Kunden vertrösten. Dutzende Menschen harrten nachts teils stundenlang vor den noch geschlossenen Läden aus, um dann mit leeren Händen nach Hause zu gehen.

CDU-Chef: WestLB-Kunst muss in NRW bleiben

Armin Laschet spricht sich gegen Verkauf aus

Die Kunst im Besitz der WestLB-Nachfolgerin Portigon muss aus Sicht des nordrhein-westfälischen CDU-Chefs Armin Laschet im Land bleiben. Die von der ehemaligen Landesbank West-LB gekauften Objekte seien zur Kunstförderung in NRW angeschafft worden, sagte Laschet beim Neujahrsempfang der NRW-CDU in Düsseldorf. Deshalb müsse sie in den Museen des Landes bleiben und dürfe nicht auf den Weltmärkten verkauft werden. Die landeseigene Portigon AG, die Nachfolgerin der West-LB, bezeichnete den Verkauf hingegen als alternativlos. Laut EU-Beschluss muss die Portigon abgewickelt werden. Laschet warf NRW-Finanzminister Norbert Walter-Borjans (SPD) mangelndes Kunstverständnis vor.

Bayerischer Filmpreis verliehen

Film über Hitler-Attentäter Elser gewann den Hauptpreis

Der Film «Elser - Er hätte die Welt verändert» über den Hitler-Attentäter Georg Elser ist am Abend mit dem Hauptpreis des Bayerischen Filmpreises ausgezeichnet worden. Mit dem dunkelsten Kapitel der deutschen Geschichte befasst sich auch der Film «Im Labyrinth des Schweigens» über die Frankfurter Auschwitz-Prozesse.
Alexander Fehling bekam den Preis als bester Darsteller für seine Rolle als Ankläger. Als beste Darstellerin wurde Katharina Marie Schubert für ihre Rolle als arbeitslose Schauspielerin in «Ein Geschenk der Götter» ausgezeichnet.

Academy verteidigt Oscarnominierungen

Ethnische Eintönigkeit wird bemängelt

Nach Kritik an der ethnischen Eintönigkeit unter den Oscarnominierten hat sich erstmals die Chefin der Filmakademie zu Wort gemeldet. Dass alle Anwärter in diesem Jahr Weiße seien, bestärke sie in dem Streben nach mehr kultureller Vielfalt, sagte Cheryl Boone Isaacs. Die erste Afroamerikanerin an der Spitze der Academy wies zugleich auf Fortschritte in diesem Bereich in den letzten zwei Jahren hin. 2015 sind hatten auch Frauen das Nachsehen, in den Sparten Regie und Drehbuch findet sich keine einzige.

Pilsen startet ins Kulturhauptstadt-Jahr

Spektakel zur Eröffnungsfeier

Die tschechische Bierstadt Pilsen startet heute mit einem Spektakel als Europäische Kulturhauptstadt 2015. Der Schweizer Akrobot David Dimitri will auf dem Seil den Turm der St.-Bartholomäus-Kathedrale ersteigen. Dann erklingen erstmals die neuen Glocken der Kirche, einem Wahrzeichen der Stadt.
Dazu werfen gigantische Videoprojektionen Lichtspiele auf die Fassaden.
2015 will sich die Industriestadt mit knapp 170 000 Einwohnern der Welt der Kunst und des Theaters öffnen. Zweite Europäische Kulturhauptstadt ist in diesem Jahr das belgische Mons.

Paulus Böhmer erhält Peter-Huchel-Preis 2015

Herausragendes Langgedicht des Lyrikers ausgezeichnet

Der diesjährige Peter-Huchel-Preis für deutschsprachige Lyrik geht an Paulus Böhmer. Die Jury würdigte das Langgedicht "Zum Wasser will alles Wasser will weg" als herausragende Neuerscheinung des Jahres 2014. Der 1936 geborene Böhmer habe ein Weltgedicht von mythischer Wucht geschrieben, das einen mitreißenden Sog entwickele und einzigartig in der heutigen Literaturlandschaft stehe, teilte die Jury in Freiburg mit. Der mit 10 000 Euro dotierte Peter-Huchel-Preis wird am 2. April 2015, einen Tag vor dem Geburtstag Huchels, in Staufen im Breisgau verliehen.

Sigi Zimmerschied: Gott kann man nicht lästern

Kabarettist hält Strafvorschriften gegen Blasphemie für sinnlos

Der Passauer Kabarettist und Schauspieler Sigi Zimmerschied hält Gotteslästerung für unmöglich. Wenn es Gott überhaupt gebe, dann sei er "so groß und mächtig und so unfassbar, dass er unsere kleinen Anwürfe spielend überlebt", sagte der 61jährige Passauer der "Süddeutschen Zeitung". Insofern seien Strafvorschriften zur Blasphemie völlig sinnlos.
Zimmerschied und sein Kollege Bruno Jonas waren Mitte der 1970er Jahre bei einem ihrer ersten Auftritte in Passau mit dem Programm "Himmelskonferenz" wegen Gotteslästerung angezeigt worden. Den Prozess gewannen sie.

Museum und Konzerte gratis für Flüchtlinge

Kultureinrichtungen wollen Willkommenskultur etablieren

Orchester in ganz Deutschland wollen Flüchtlinge zu kostenlosen Konzerten einladen. Um Asylbewerbern in den Erstunterkünften das Warten zu erleichtern, seien in den kommenden Wochen vielerorts Veranstaltungen geplant, kündigte die Deutsche Orchestervereinigung in Berlin an. Die beteiligten Orchester wollten damit auch eine Willkommenskultur in Deutschland etablieren.
Auch im Hamburger Museum für Archäologie ist der Eintritt für Flüchtlinge absofort frei wie das Hamburger Abendblatt heute meldete.

Pegida dämpft Dresden-Tourismus

Dresdner Tourismuszentrale erhält täglich Anfragen

Die Demonstrationen der islamfeindlichen Pegida-Bewegung haben offenbar Auswirkungen auf den Tourismus in Dresden. Es gebe "täglich Anfragen und Absagen von Besuchern", sagte Matthias Hundt, Leiter der Tourist-Info in Dresden. Eine konkrete Prognose für den Jahresverlauf sei derzeit aber noch nicht möglich.
Die Anfragen und Absagen kommen demnach bislang vor allem von Urlaubern aus Deutschland. Laut Hundt zeigen sich Touristen verunsichert, weil sie nicht wüssten, was sie in Dresden erwartet.

Iran will eigenes Dating-Portal starten

Bestehende Portale stuft Ministerium als unmoralisch ein

Der islamische Iran will ein eigenes Dating-Portal starten. In dem vom Ministerium für Jugend und Sport geplanten Portal müssen die Paare jedoch Heiratsabsichten haben, so Vizeminister Mahmud Golsar. Wegen der islamischen Vorschriften und einer strengen
Sittenpolizei haben besonders Jugendliche nur wenige Möglichkeiten jemanden kennenzulernen. Diejenigen, dies das trotzdem tun, riskieren bei jedem Date unter anderem eine saftige Geldstrafe. Diee 300 bereits bestehenden Webportale werden, so Goslar, als unmoralisch und illegal eingestuft.

Kulturnachrichten hören

Januar 2015
MO DI MI DO FR SA SO
29 30 31 1 2 3 4
5 6 7 8 9 10 11
12 13 14 15 16 17 18
19 20 21 22 23 24 25
26 27 28 29 30 31 1

Fazit

weitere Beiträge

Kompressor

weitere Beiträge

Entdecken Sie Deutschlandfunk Kultur