Seit 01:00 Uhr Nachrichten
 

Freitag, 24.11.2017

In Concert / Archiv | Beitrag vom 05.10.2015

Emil Brandqvist Trio Mut zur Reduktion und zur Entschleunigung

Moderation: Matthias Wegner

Schlagzeuger und Bandleader Emil Brandqvist. (Jakob Brandqvist)
Schlagzeuger und Bandleader Emil Brandqvist. (Jakob Brandqvist)

Bei den meisten Piano-Trios im Jazz ist der Pianist auch meist der Bandleader. Nicht so beim Trio des schwedischen Musikers Emil Brandqvist, das kurz vor seinem internationalen Durchbruch steht.

Klingt eine Band anders, wenn der Schlagzeuger der Chef ist? Wird die Musik dann weniger melodiös und stärker rhythmisiert? Diese Fragen lassen sich nicht pauschal beantworten. Es hängt tatsächlich vom Einzelfall ab. Der Schwede Emil Brandqvist jedenfalls ist der Gegenentwurf eines Klischee-Schlagzeugers. Er trommelt sich nicht in den Vordergrund und quält niemanden mit minutenlangen Soli. Er ist ein hochsensibler, vergleichsweise leiser Spieler, der keine Lust hat, mit seinen Muskeln zu protzen.

Ihn interessiert der innere Puls einer Band wesentlich stärker, als der äußere. Und das wiederum sei völlig unabhängig vom Tempo oder von der Laustärke, betont Emil Brandqvist im Gespräch. Zusammen mit seinen kongenialen Partnern Tuomas Turunen (Klavier) und Max Thornberg (Bass) geht der 34-jährige Musiker auch auf seinem aktuellen Album "Seascapes" wieder auf meditative Klangreisen, die auch live wunderbar funktionieren.

Aufzeichnung vom 26.09.2015
Sendesaal Bremen

Emil Brandqvist Trio:
Tuomas Turunen, Klavier
Max Thornberg, Bass
Emil Brandqvist, Schlagzeug

(Jakob Brandqvist)Schlagzeuger und Bandleader Emil Brandqvist. (Jakob Brandqvist)

In Concert

Elbjazz Hamburg 2017Charisma und Spielfreude
Myles Sanko (Simon Buck)

Nach einer Auszeit im vergangenen Jahr meldete sich das ELBJAZZ-Festival in Hamburg mit einem erstklassigen Programm zurück. Auf den Bühnen der Blohm- und Voss-Werft gaben dabei der Sänger Myles Sanko mit seiner Band und das französische Duo Émile Parisien und Vincent Peirani zwei umjubelte Konzerte. Mehr

weitere Beiträge

Das könnte sie auch interessieren

Entdecken Sie Deutschlandfunk Kultur