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Kompressor | Beitrag vom 21.11.2014

DatenspurenWas weiß Google über mich?

Online-Redakteurin Melanie Croyé macht den Selbstversuch

Moderation: Timo Grampes

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Das Google-Logo ist durch ein Brillenglas auf einem Bildschirm zu sehen. (dpa / picture alliance / Martin Gerten)
Google sammelt eine Menge Nutzerdaten - doch was sagen die aus? (dpa / picture alliance / Martin Gerten)

Jeder Klick im Netz hinterlässt Spuren - wer etwas will, gibt dafür zwangsläufig Daten preis. Ein Unternehmen hat dieses Prinzip perfektioniert: Google. Unsere Redakteurin und Google-Power-Userin Melanie Croyé zeigt, was der Gigant alles über sie weiß.

Google will eine Menge von seinen Nutzern wissen: Das Unternehmen wertet Browserverläufe, Suchanfragen, Standorte von Android-Smartphones und Gmail-Nachrichten aus. Aus den Daten wird ermittelt, für welche Produkte sich der Nutzer interessieren könnte - und der bekommt dann passende Werbung zu sehen. Ein lukratives Geschäft.

Verschiedene Medien-Seiten im Netz berichten darüber, welche Informationen Google sammelt. Unsere Online-Redakteurin Melanie Croyé zeigt, was Google alles über sie weiß.

So können auch Sie herausfinden, welche Daten Google über Sie sammelt - und wo Sie Zugriffe abschalten können.

1. Der Standortverlauf ist das vielleicht gruseligste Protokoll von Google - aber nur für Besitzer von Android-Geräten. Wer sich einloggt, kann genau nachvollziehen, welche Wege er zurückgelegt hat. Dabei spielt keine Rolle, ob das Navi verwendet wurde oder nicht. Sobald GPS im Handy aktiviert ist, speichert Google in regelmäßigen Abständen den Standort.

2. Das Google Webprotokoll listet Suchanfragen der Vergangenheit auf. Dabei kann man entweder chronologisch nachvollziehen, welche Begriffe man gesucht hat oder diese nach Kategorien wie Shopping, Bücher, Reisen oder Finanzen filtern.

3. Google Activity weiß, mit welchen Geräten Sie Google zuletzt benutzt haben. Die Liste zeigt detailliert, welches Betriebssystem Sie verwendet haben, von welchem Ort und ob es ein Desktop-PC war, ein Laptop, Tablet oder Smartphone.

4. Hinter den Anzeigeeinstellungen von Google verbergen sich persönliche Informationen wie Geschlecht, Alter, Fremdsprachenkenntnisse, Interessen. Warum will Google das alles wissen? Damit das Unternehmen passgerechte Werbung einspielen kann.

5. Kontoberechtigungen listet alle Geräte, Erweiterungen und Webdienste auf, die Zugriff auf Ihre Daten haben. Mit einem Klick kann man diesen Zugriff aber auch entziehen.

6. Sie wollen kompakt wissen, was Google alles über Sie weiß? Mit Google Takeout können Sie sich eine Kopie aller gespeicherten Daten herunterladen, darunter Fotos, E-Mails, Lesezeichen und Profilinformationen.

Mehr zum Thema:

Digitale Selbstbestimmung - Privatsphäre unter Druck
(Deutschlandradio Kultur, Politisches Feuilleton, 14.10.2014)

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