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Literatur / Archiv | Beitrag vom 29.05.2011

Chronisten des Alarms

Umweltzerstörung in der Literatur

Von Peter Kaiser

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Löscharbeiten am japanischen Atomkraftwerk in Fukushima (picture alliance / dpa)
Löscharbeiten am japanischen Atomkraftwerk in Fukushima (picture alliance / dpa)

Die Bilder sind dramatisch: das verheerende Erdbeben, die Zerstörungen durch den Tsunami und die Reaktorkatastrophe in Japan, der mit Öl verseuchte Golf von Mexiko, die Flut in Pakistan, das schwindende Eis am Nordpol, Hurrikane.

Was die Welt per TV erreicht, wird auch in der Literatur immer mehr zum Thema. Regionale wie überregionale Umweltereignisse spielen darin zunehmend eine zentrale Rolle. Ob im jüngsten Buch der österreichischen Autorin Kathrin Röggla: "die alarmbereiten", in "Das Jahr der Flut" der Kanadierin Margaret Atwood oder natürlich in dem Bestseller von Frank Schätzing "Der Schwarm".

Das Karahnjukar-Projekt auf Island, der größte Staudamm Europas, ist das zentrale Thema von Andri Snaer Magnasons "Selbsthilfebuch für eine verängstigte Nation".

Steinunn Sigurdardottir schreibt dort gerade an einem Umweltepos. Bei uns arbeitet Tobias Fallberg an einer verdichteten Klage gegen die Umweltzerstörung, und in Frankreich schreckt Jaques Attali die Nation mit düsteren Zukunftsvisionen.

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