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Literatur / Archiv | Beitrag vom 04.12.2012

Buchmarkt digital

Wie das Netz Produktion und Veröffentlichung verändert

Von Brigitte Neumann

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Aufgeschlagenes Buch (Deutschlandradio / Bettina Straub)
Aufgeschlagenes Buch (Deutschlandradio / Bettina Straub)

Literatur besteht nicht aus Büchern. Literatur besteht aus Romanen, Stücken, Erzählungen, Gedichten. Literatur ist Inhalt und Form. Ob auf dem Papier oder auf einem Chip - ein Trägermedium hat keinen Einfluss darauf, könnte man denken. Schließlich ist jeder Text in sich abgeschlossen und folgt seinen eigenen Gesetzmäßigkeiten. Doch inzwischen hat der vernetzte Rechner das Geschäft des Buchmarktes, die Produktion und Veröffentlichung, übernommen.

Seine technischen Möglichkeiten haben großen Einfluss darauf, was und wie geschrieben wird. Er eröffnet mannigfaltige Finanzierungs-, Vertriebs- und Werbekanäle. Netztexte sind kurz und eher ein Produkt des Augenblicks. Romane brauchen jedoch eine andere Zeitspanne.

Sie sind kein Produkt des digitalen Wortwechsels, sondern Ausdruck eines Individuums. Literatur braucht den Rückzug – sowohl zum Entstehen als auch zum Lesen. Wird die Literatur, so wie wir sie kennen, überleben – ohne die alten gewachsenen Strukturen mit Verlegern, Lektoren, Vertretern und dem stationären Buchhandel?

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Literatur

Über den Schriftsteller Johannes BobrowskiDer sarmatische Traum
Blick über die Landschaft am ehemaligen Friedrichsgraben, heute Polesskij Kanal, bei Polessk, früher Labiau, am 02.09.2002. Pollesk liegt heute im zu Russland gehörenden Kaliningrader Gebiet - im früheren Ostpreußen. (picture alliance / dpa / Tom Schultze / Transit)

Anfang der 60er-Jahre pilgerten junge Wilde aus der Gruppe 47 zu Johannes Bobrowski - vor 100 Jahren geboren - in die DDR. Die Heimatregion Bobrowskis - vom früheren Ostpreußen bis zum Baltikum - war für den Schriftsteller ein Sehnsuchtsraum, für den er das alte Wort Sarmatien benutzte.Mehr

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