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Freitag, 24.11.2017

Interview / Archiv | Beitrag vom 20.08.2015

#BayreuthfakeWie eine Bloggerin die Wagner-Festspiele narrte

Moderation: Vladimir Balzer und Axel Rahmlow

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Zu sehen ist das Festspielhaus in Bayreuth, davor steht in türkis Bundeskanzlerin Merkel. (picture-alliance / dpa / Armin Weigel)
Die Eröffnung der Wagner-Festspiele am 25.07.2014 in Bayreuth (picture-alliance / dpa / Armin Weigel)

Knapp 800 Follower hat der Twitter-Account der Bayreuther Festspiele. Allerdings: Der Kanal ist ein Fake - ins Leben gerufen von der Bloggerin Juana Zimmermann. Wie es zu der Aktion kam, erzählt sie im Interview.

Die Bayreuther Festspiele öffnen sich für die neuen Medien und pflegen einen eigenen Twitter-Kanal - so jedenfalls schien es in den vergangenen Wochen. Unter @BayreuthFest wurden allerlei Nachrichten und Infos über das Wagner-Festival verbreitet, 759 Follower hat der Kanal am Donnerstagnachmittag. Nun wurde bekannt: Bei den Festspielen wusste man lange gar nichts von diesem Account, denn er ist alles andere als offiziell. Eingerichtet hat ihn die Bloggerin Juana Zimmermann - und das auf eigene Faust. Seit die Geschichte bekannt wurde, macht auf Twitter nun das Schlagwort #BayreuthFake die Runde.

"Das war überraschend leicht", sagt Juana Zimmermann im Gespräch mit Deutschlandradio Kultur. Die Aktion sei nicht geplant gewesen, sondern sehr spontan. "Ich habe nicht versucht, anmaßend zu sein", sagt sie. Sondern sie habe darauf hinweisen wollen, dass den Festspielen etwas fehlt. Und sie wollte "ein bisschen auf die Schippe nehmen, wie Kulturbetriebe auf Twitter agieren". Und wie reagiert man in Bayreuth auf die fremdgesteuerte Social-Media-Präsenz? Bisher hat sich bei Juana Zimmermann noch niemand von den Festspielen gemeldet.

 

Mehr zum Thema:

Bayreuther Festspiele - Isolde brüllt
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