Zwischen Fiktion und Reportage: Pulitzer-Preisträger Tracy Kidder ist tot

    Kerzenflamme im Dunkeln
    Ziwschen Reportage und Fiktion: Der US-Autor Tray Kidder ist tot. © dpa
    Er war ein Meister der schwierigen Themen - jetzt ist der preisgekrönte US-Autor Tracy Kidder mit 80 Jahren gestorben. Kidder schaffte es, über Computertechnik und das Leben in Pflegeheimen so zu schreiben, dass die Bücher Bestseller wurden. Das Buch "Die Seele einer neuen Maschine" brachte ihm 1982 den Pulitzer-Preis und den National Book Award und machte ihn weltweit bekannt. Wie bei dieser Reportage aus der Welt der Computerindustrie fand Kidder seine Themen in der Realität. Seine Texte reicherte er mit narrativen Elementen an und erweiterte so das Genre der Sachliteratur. Dabei tauchte er tief in Themen ein, die ihm zuvor fremd waren. Auf Deutsch erschien unter anderen "Das Haus: Ein Roman vom Bauen und Wohnen". Den Begriff "narrativer Journalismus" mochte Kidder für sein Werk nicht, wie die britische Zeitung The Guardian berichtete. Er habe sich als Geschichtenerzähler bezeichnet.