Zweiter Anlauf erfolgreich: Waldsiedlung Berlin-Zehlendorf ist UNESCO-Welterbe

    Zu sehen ist ein Wohnhaus im Berliner Bezirk Steglitz-Zehlendorf.
    Die Waldsiedlung Zehlendorf (Archivbild) ist jetzt Teil des UNESCO-Welterbes. © picture alliance / dpa / Sebastian Gollnow
    Im zweiten Anlauf ist die Waldsiedlung Zehlendorf in Berlin in das UNESCO-Welterbe aufgenommen worden. Das teilte das zuständige Komitee in Busan in Südkorea mit. Weltweit kamen weitere Welterbestätten hin, etwa die D-Day-Landungsstrände in der französischen Normandie oder der Olymp in Griechenland. Das Komitee teilte mit, die Berliner Waldsiedlung werde als Erweiterung der Welterbestätte "Siedlungen der Berliner Moderne" anerkannt. Diese wurde 2008 von der UNESCO in die Liste aufgenommen. Die Waldsiedlung mit ihren bunten und kräftigen Farben an Fassaden und Fensterläden wird auch "Papageiensiedlung" genannt. Sie entstand zwischen 1926 und 1932. Die Wohnblöcke wurden in den Wald hinein gebaut - mit dem Ziel, Licht, Luft und Grün zu einem festen Bestandteil des Alltags der Bewohner zu machen. Das Viertel hatte sich bereits vor 18 Jahren beworben, war aber leer ausgegangen. Derzeit gibt es 55 Welterbestätten in Deutschland und mehr als 1.250 in über 170 Ländern weltweit. Neu dabei sind unter anderem auch das Werk des finnischen Architekten und Designers Alvar Aalto sowie die Stadt Carcassonne und die Katharerburgen in Frankreich.