„Zwei-Faktor-Authentifizierung“ ist Wortgetüm des Jahres

    Ein Mädchen schaut auf ihr Laptop und rauft sich in den Haaren.
    Für Menschen, die nicht richtig lesen und schreiben können, sind lange Wörter besonders schwierig. © picture alliance / PantherMedia
    Die sogenannte „Zwei-Faktor-Authentifizierung“ soll den persönlichen Zugang im Internet sicherer machen - doch schon der Name kann zur Hürde werden. Jetzt ist der Begriff zum "Wortgetüm des Jahres 2026" gewählt worden. Eine achtköpfige Jury, Erwachsene mit geringer Lese- und Schreibkompetenz, kritisierte die Länge des Begriffs, sowie die Fremdwortbestandteile und unterschiedliche Schreibweisen. Das „Wortgetüm des Jahres“ wird seit 2025 unter anderem von der Stiftung Grundbildung Berlin und der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften gekürt. Damit soll auf sprachliche Barrieren im Alltag aufmerksam gemacht werden. Laut „LEO 2018“-Studie der Universität Hamburg haben rund 6,2 Millionen Erwachsene in Deutschland Schwierigkeiten beim Lesen und Schreiben. Die aktuelle PISA-Studie zeigt, dass in Deutschland rund jeder dritte 15-Jährige beim Lesen nicht einmal das grundlegende Kompetenzniveau erreicht.