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Zeitfragen / Archiv | Beitrag vom 16.11.2017

Zur Interkulturalität des SchwindelnsDas Lügen der Anderen

Von Andrea und Justin Westhoff

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Kriegte vom Lügen immer eine lange Nase: Pinocchio. (picture-alliance / dpa/ dpa-Film)
Kriegte vom Lügen immer eine lange Nase: Pinocchio. (picture-alliance / dpa/ dpa-Film)

Alle Menschen lügen, jeder angeblich mehrmals am Tag. Aber sie tun es sehr unterschiedlich, nicht nur individuell, sondern auch abhängig von ihrer Herkunft.

Lügen ist im Wesentlichen eine sprachliche Äußerung, und die verbale ebenso wie die nonverbale Kommunikation werden entscheidend von der Kultur geprägt. So lügen zum Beispiel Europäer mit ihrer eher individualistischen Sozialisation anders als etwa Afrikaner oder Asiaten, deren Kulturen stärker auf das Kollektiv ausgerichtet sind.

Auch die gesellschaftliche Definition verschiedener Arten von Unehrlichkeit sowie die Bewertung von Wahrheit führt zu unterschiedlichen Täuschungsmanövern. Die neuere Lügenforschung stellt sich deshalb nicht nur zunehmend interdisziplinär, sondern vor allem auch kultursensibel auf.

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