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Im Gespräch / Archiv | Beitrag vom 13.09.2016

Zum Tod von Jutta Limbach Wiederholung unserer Sendung

Moderation: Britta Bürger

Jutta Limbach, ehemalige Präsidentin des Bundesverfassungsgericht und des Goethe Institut (Foto: Herlinde Koelbl)
Jutta Limbach, ehemalige Präsidentin des Bundesverfassungsgerichts und des Goethe-Instituts (Foto: Herlinde Koelbl)

Das Erbe ihrer weiblichen Vorfahren hat ihr bei ihrer Karriere sehr geholfen, sagte Jutta Limbach in unserer Sendung "Im Gespräch" 2014: "Man spürt da eine gewisse Verpflichtung, weil Ur-Großmutter und Großmutter unter ganz anderen Bedingungen für ein menschenwürdiges Leben aller gekämpft haben."

Ihre Urgroßmutter und Großmutter waren Sozialdemokratinnen der allerersten Stunde. Auch deshalb hat die nun verstorbene Ex-Verfassungsrichterin Jutta Limbach im Lauf ihrer Karriere den Frauen immer wieder zurufen können: "Traut Euch mehr zu!"

Auch sie selbst ging immer wieder mit gutem Beispiel voran: als Berliner Justizsenatorin im Jahr des Mauerfalls, als erste Frau an der Spitze des Bundesverfassungsgerichts, als erste Präsidentin des Goethe-Instituts. Dabei wollte sie ursprünglich Journalistin werden.

Doch dann machte sie die Politik lieber selbst, anstatt darüber zu berichten. Und das auf ihre ganz eigene Art: zäh, durchsetzungsfähig, nicht laut, sondern leise und bedacht.

Mit einem Ehemann, der deutlich mehr Zeit in die Erziehung der drei gemeinsamen Kinder investierte, als sie selbst. Inwiefern haben die sozialdemokratischen Ahninnen Jutta Limbach geprägt? Darüber und über andere Fragen sprach Jutta Limbach mit Britta Bürger im August 2014.

Anlässlich ihres Todes wiederholen wir unsere Sendung "Im Gespräch" vom 5. August 2014.

Mehr zum Thema:

"Ich bin froh, dass die Demokratie diese Stärke gewonnen hat" (DLF, Zeitzeugen im Gespräch, 24.09.2009)

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