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Fazit | Beitrag vom 06.07.2019

Zum Tod des Malers Eberhard HavekostMit Bildern gegen Bilder angehen

Ulrich Loock im Gespräch mit Marietta Schwarz

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Der Dresdner Maler Eberhard Havekost (Bernd Thissen/dpa)
Der Dresdner Maler Eberhard Havekost wurde nur 52 Jahre alt. (Bernd Thissen/dpa)

Der Maler Eberhard Havekost ist überraschend im Alter von 52 Jahren gestorben. Er zählte zu den international angesehensten zeitgenössischen deutschen Künstlern. Kurator Ulrich Loock beschreibt ihn als einen prägnant denkenden und redenden Menschen.

Der Maler Eberhard Havekost zählt wie Neo Rauch zu den großen Malern Ostdeutschlands, die nach dem Mauerfall schnell international bekannt wurden. Auch er war ein Vertreter der figurativen Malerei, einer, dem es gelang, dem Alltäglichen einen düsteren Schein zu verleihen.

Überraschend ist Havekost am Freitag im Alter von 52 Jahren gestorben. Ein Mann, der ihn sehr gut kannte, ist Ulrich Loock, Kurator, Publizist und Museumsdirektor.

Für ein autonomes Belohnungssystem 

Im Deutschlandfunk Kultur sagte er, Havekost sei eine außerordentlich eigenständige und sehr prägnant denkende und redende Person gewesen. So habe er gern vom "autonomen Belohnungssystem" gesprochen, also davon, dass man nicht auf die Anerkennung durch andere warten, sondern Mittel und Wege finden solle, sich selbst anzuerkennen.

Über Havekosts Kunst sagte Loock, er habe nicht wirklich Sujets gemalt, sondern die Apparate, mit denen Bilder generiert und verbreitet werden: Auf einem frühen Gemälde "ist ein Gesicht mit einem Gewehr zu sehen. Es wird gezielt. Die grundsätzliche Aggressivität wird durch die Waffe verdeutlicht. Dieses Bild ist durchschossen von farbigen Flecken, die nur als die Spur von Bildstörungen verstanden werden können."

Interesse für Fernseher und Smartphones

Später malte Havekost auch sehr oft Fernseher und noch später Smartphones. "In gewisser Weise kann man sagen, dass er mit Bildern gegen Bilder angegangen ist, indem er die Vermittlungsapparate dieser Bilder gemalt hat", erläuterte Ulrich Loock.

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