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Tonart | Beitrag vom 27.07.2020

Zum Tod des Gitarristen Peter GreenEin ganz besonderer Ton

Ernst Hofacker im Gespräch mit Mathias Mauersberger

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Der Gitarrist Peter Green Anfang der 1990er-Jahre (Getty Images / Redferns / Steve Catlin)
Peter Greens Gitarrenspiel war eher introvertiert, sagt der Musikjournalist Ernst Hofacker. (Getty Images / Redferns / Steve Catlin)

Am Samstag ist der Bluesgitarrist Peter Green gestorben. Als Gründungsmitglied und Songschreiber prägte er den frühen Sound von Fleetwood Mac, sagt der Journalist Ernst Hofacker. Greens Gitarrenspiel sei "sehr warm und ein bisschen traurig" gewesen.

Green spielte nur drei Jahre lang bei Fleetwood Mac, hinterließ aber einen bleibenden Eindruck, denn er schrieb von 1967 bis 1970 einige der frühen Klassiker von Fleetwood Mac – zum Beispiel "Man of the World", "Oh Well" und "Albatross". Green ist am Samstag im Alter von 73 Jahren gestorben.

"Peter Green galt als der kommende Gitarrenstar, der sich durch einen ganz besonderen Ton auszeichnete", sagt der Musikjournalist Ernst Hofacker. Dieser Ton sei im Unterschied zu dem Gitarrenspiel von Jimi Hendrix oder Eric Clapton "unheimlich introvertiert" gewesen – "wahnsinnig melodisch, sehr warm, sehr intensiv und irgendwie auch immer ein bisschen traurig". Im Unterschied zu anderen Gitarristen sei Green mit sehr wenigen Noten ausgekommen: "Die saßen dann aber!"

Hofacker hebt hervor, dass Peter Green auch "ein ganz großartiger, begabter Songwriter" gewesen sei. Er stehe für die erste Blues-Ära von Fleetwood Mac, und die Band habe sehr lange, etwa fünf Jahre gebraucht, um den Weggang ihres Gitarristen und hauptsächlichen Songschreibers zu verarbeiten und zu kompensieren. Ohne Peter Green, der wegen Drogenproblemen aussteigen musste, sei Fleetwood Mac eine ganz andere Band gewesen. In nur drei Jahren habe er sechs Rock-Klassiker geschrieben.

(cre)

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