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Fazit / Archiv | Beitrag vom 06.11.2020

Zukünftige DT-Intendantin Iris Laufenberg"Theater ist wichtiger denn je"

Moderation: Marietta Schwarz

Iris Laufenberg (picture alliance / dpa / Tobias Kleinschmidt)
"Es kann nicht alles beim Alten bleiben" – Iris Laufenberg kündigt als zukünftige Intendantin am Deutschen Theater Berlin Veränderungen an. (picture alliance / dpa / Tobias Kleinschmidt)

Iris Laufenberg übernimmt ab 2023/24 die Intendanz des Deutschen Theaters Berlin. Sie ist die erste Frau, die das Traditionshaus leitet. Das sei erwähnenswert, betont sie. Sonst passiere es immer wieder, dass Frauen solche Positionen nicht erhalten.

Iris Laufenberg ist in Berlin schon bekannt. Zehn Jahre leitete sie das Theatertreffen in der Stadt. Aktuell ist sie noch am Schauspielhaus Graz engagiert. Nun freue sie sich "nach Hause zurückzukommen". Ab der Saison 2023/24 wird sie Intendantin des Deutschen Theaters Berlin. "Das Deutsche Theater hat mich immer inspiriert", sagt sie. Es gebe viel, was das Theater ausmache. 

Theater ist mehr als Körper

Gerade während der Coronapandemie habe sie gemerkt, dass Theater ihr immer wichtiger werde. "Es ist wesentlich mehr als Körper: dass man reflektieren muss, dass man den Geist mitnehmen muss, die Psyche. Gerade jetzt ist es wichtiger denn je."

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Dass sie die erste Frau an der Spitze des Deutschen Theaters werde und nach wie vor selten Frauen an großen Häusern entsprechende Posten bekleiden, müsse man sich bewusst machen, sagt die Theatermacherin. Sie finde es gut, dass dies erwähnt wird. "Wenn man sich das nicht bewusst macht, dann passiert es einfach immer wieder, dass Frauen nicht in diese Positionen kommen."

Traditionsbewusst und dennoch modern

Mit Blick auf ihre bevorstehende Intendanz sagt sie: "Jeder, der das Deutsche Theater leitet, weiß wohl um die Tradition des Hauses. Ich denke aber trotzdem, Veränderung muss immer sein, denn wir sind zeitgenössisch. Ich denke, es kann nicht alles beim Alten bleiben."

(nho)

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