Zoff um Denkmal für Mercury und Caballé in Barcelona

Die bereits verstorbenen Musikstars Freddie Mercury und Montserrat Caballé sorgen in Barcelona für Aufregung. Das Rathaus der Stadt will ihnen zu Ehren eine Statue errichten, denn sie hatten als Duo in den 80ern der katalanischen Metropole mit dem Song "Barcelona" ein musikalisches Denkmal gesetzt. Kritiker sind gegen die Statue, die unweit der Sagrada Familia auf dem Glòries-Platz stehen soll. Sie verweisen darauf, dass die 1933 in Barcelona geborene Sopranistin ihren Wohnsitz aus finanziellen Gründen ins Ausland verlegt habe und außerdem wegen Steuerbetrugs angeklagt und verurteilt worden sei. "Wir haben nichts gegen Mercury", zitieren spanische Medien mehrere Nachbarvereine rund um Glòries. Das Problem sei Caballé. Sie könne trotz ihrer Erfolge nicht als Vorbild gelten. "Ihre außergewöhnliche Stimme allein rechtfertigt nicht eine solche Auszeichnung".
Der 1991 im Alter von 45 Jahren gestorbene Mercury erlangte als Leadsänger und Songwriter der Band Queen schon zu Lebzeiten Kultstatus. Caballé starb 2018 mit 85 Jahren. Sie galt als eine der großen Operndiven.