Zentralrat der Muslime distanziert sich von Gewalt-Eskalation

Polizisten setzen Salafisten bei einer eskalierten Demonstration gegen die rechtsextreme Splitterpartei Pro NRW in Solingen am 1. Mai fest © dpa / Melanie Dittmer
07.05.2012
Die Generalsekretärin des Zentralrats der Muslime, Nurhan Soykan, hat die Gewalt-Eskalation bei Protesten radikalislamischer Salafisten am Wochenende in Bonn kritisiert. Es sei für sie unerklärlich, warum die Gruppierungen während der Demonstration auf die Falle der Pro NRW reingefallen seien.
Diese habe von vornherein angekündigt, provozieren zu wollen: "Und dort dann hinzugehen und sich provozieren zu lassen, das ist schlicht und einfach dumm. Und ich kann nicht verstehen, aus welcher Motivation heraus das passiert."

In den deutschen Moschee-Gemeinden lasse man keine extremistischen Ansichten und keine extremistischen Personen zu, betonte Soykan: "Wir haben eine staats- und verfassungsrechtlich konforme Linie. Und das wissen die Menschen, die dort hingehen. Und wenn irgendwelche Übergriffe oder Hassprediger auftauchen sollten, dann wird das auch gemeldet." Dann werde seitens ihrer Organisation ein Hausverbot für die Moschee erteilt. Man greife bei diesen Sanktionen auch auf die deutschen Gesetze und die Zusammenarbeit mit der Polizei zurück.

Das vollständige Gespräch mit Nurhan Soykan können Sie bis 7. Oktober als MP3-Audio in unserem Audio-On-Demand-Player nachhören.